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Heizungsrohre isolieren: So geht's

Durch die Isolierung Ihrer Heizungsrohre im Keller können Sie pro Meter Rohr zwischen 15 und 26 Euro im Jahr sparen. Die Dämmung der Rohre ist schnell gemacht und amortisiert sich durch das hohe Einsparpotential bereits im ersten Jahr. Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigen wir Ihnen genau, worauf Sie bei der Rohrisolierung achten müssen.

Schritt 1: Bestandsaufnahme der Rohrleitungen und Armaturen

Wie viele Meter Rohr müssen gedämmt werden? Welche Armaturen sind vorhanden? Welchen Durchmesser haben meine Heizungsrohre? Diese Fragen sollten Sie sich beantworten, bevor es los geht. Zudem sollten Sie herausfinden, wie viel Platz zwischen den verschiedenen Rohren für die Isolierung bleibt. Sonst erleben Sie beim Anbringen der Dämmschläuche eine böse Überraschung.

Schritt 2: Materialkauf und Zusammenstellung des benötigten Werkzeugs

Beim Kauf sollten Sie sich an der Angabe „EnEV 100 Prozent“ orientieren. Dabei entspricht die Dämmstärke etwa dem Rohrdurchmesser. Nach diesem Mindeststandard müssen alle Heizungsrohre in unbeheizten Räumen und Kellerräumen isoliert werden.

Auf dem Foto sehen Sie Dämmmaterial, welches dem Standard „EnEV 50 Prozent“ entspricht – dies ist ausschließlich für die Rohrisolierung in beheizten Räumen geeignet. Wenn Sie über ausreichend Platz verfügen, können Sie auch Rohrschalen mit größerer Dämmstärke nutzen. Die Einsparungen erhöhen sich – bei geringfügig höheren Investitionskosten.

Die drei gängigsten Materialien zur Rohrisolierung sind

  • Polyethylen (PE),
  • (Kunst-)Kautschuk oder
  • Mineralwolle.

Um sich an die Arbeit zu machen, benötigen Sie neben den Rohrschalen weitere Utensilien:

  • Isolierband zur Verbindung der einzelnen Teilstücke,
  • ein scharfes Messer mit gerader Klinge,
  • Zollstock,
  • Stift und Lineal.

Worauf Sie beim Material noch achten sollten, erfahren Sie in dem Artikel Rohrisolierung: Material.

Schritt 3: Zuschneiden und anbringen der Dämmschalen

Jetzt können Sie beginnen, die Rohrschalen zuzuschneiden und über die Rohre zu stülpen. Achten Sie darauf, dass die einzelnen Stücke bündig verlegt werden. Lücken dürfen nicht entstehen. Die meisten Dämmschläuche sind bereits aufgeschlitzt und verfügen über eine selbstklebende Naht, so dass Sie die Dämmschalen nach dem Abziehen der Schutzfolie einfach zudrücken können. Im Winter ist es nötig, die Heizungsanlage zunächst auszuschalten und die Rohre abkühlen zu lassen. Erst dann können Sie mit der Isolierung beginnen.

Übrigens: Auf dem Foto sehen Sie Dämmmaterial, welches dem Standard „EnEV 50 Prozent“ entspricht – dies ist ausschließlich für die Rohrisolierung in beheizten Räumen geeignet. Für unbeheizte Räume sollten Sie sich beim Kauf an der Angabe „EnEV 100 Prozent“ orientieren. Dabei entspricht die Dämmstärke etwa dem Rohrdurchmesser.

Schritt 4: Kurven und Biegungen verkleiden

  • Bei flexiblen Dämmschläuchen aus Kautschuk können Sie die Schläuche einfach über vorhandene Biegungen stülpen.
  • Bei starrem Material wie Polyethylen oder Mineralwolle müssen Sie Einkerbungen vornehmen.
  • Für enge Kurven mit einem Radius von unter zwei Zentimetern oder rechtwinkligen Eckverbindungen schrägen Sie einfach zwei Dämmstücke im 45-Grad-Winkel an. Fügen Sie dann die beiden abgeschrägten Enden an der Ecke zusammen.
  • Für Biegungen mit einem Radius von zwei bis fünf Zentimetern benötigen Sie zwei Kerbschnitte im Winkel von 45 Grad (siehe Foto links unten).
  • Ist der Radius größer als fünf Zentimeter, benötigen Sie drei Einschnitte im 30-Grad-Winkel (siehe Foto links unten).Bringen Sie die Dämmschale dann jeweils so an, dass die Kerben im Innenradius des Heizungsrohres liegen (siehe Foto rechts). Wenn Sie auf Sägearbeiten verzichten möchten, können Sie auch vorgefertigte Stücke zur Verkleidung von Biegungen kaufen.

Schritt 5: Isolierung von Ventilen und Armaturen

Die Isolierung der Heizungsrohre ist nur dann effektiv, wenn sie lückenlos erfolgt. Deshalb ist es wichtig, auch vorhandene Armaturen und Ventile zu verkleiden. Mit speziellen Dämmschalen für Heizungspumpen (siehe Bild links) und Ventilen geht dies besonders einfach und effizient. Diese Isolierungen können Sie zum Beispiel im Internet bestellen. Wichtig ist, dass Sie die genaue Produktbeschreibung Ihrer Armaturen kennen. Nur so können Sie sicher sein, das richtige Material zu kaufen. Fragen Sie Ihren Fachhandwerker, wenn Sie Schwierigkeiten haben, die Bezeichnungen herauszufinden. Hierbei hilft Ihnen die Handwerkerdatenbank „Rat und Tat “.

Schritt 6: Schnitt- und Übergangsstellen gut verkleben

Gleich ist es vollbracht: Als letzten Schritt müssen Sie alle Schnittstellen und Übergänge gut mit Isolierband verkleben. Neben speziellen Produkten für Rohrisolierungen eignet sich auch herkömmliches Gewebeband. So kann die Wärme nicht durch die Ritzen entweichen. Liegt die Dämmung nicht eng an den Heizungsrohren an, wird der Zwischenraum mit Luft durchströmt, der Wärme abtransportiert. Stellen Sie deshalb vor dem Zusammenkleben nochmals sicher, dass die verschiedenen Teilstücke auch eng aneinander geschoben sind und dicht am Rohr anliegen. Wie viel Sie von jetzt an jährlich an Heizkosten sparen, können Sie mit dem Energiesparkonto prüfen.

Autorin: Theresa Rauch

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