Wir verwenden Cookies für den bestmöglichen Service für Sie. Mit der Nutzung unserer Webseite stimmen Sie den Datenschutzbestimmungen zu und akzeptieren die Verwendung von Cookies. Alternativ können Sie die Einstellungen anpassen.

Heizkosten pro Quadratmeter im Vergleich

Welche Heizkosten pro Quadratmeter sind angemessen? Das zeigt Ihnen der deutschlandweite Vergleich des Heizspiegels – für Erdgas, Heizöl, Fernwärme, Wärmepumpen, Holzpellets und Holzschnitzel. Mit unserem Heizkostenrechner können Sie zudem in wenigen Schritten prüfen, wie viel Heizenergie Sie im Vergleich zu ähnlichen Haushalten verbrauchen.

Heizkostenrechner: Prüfen Sie jetzt Ihre Heizkosten und Ihren Verbrauch

Prüfen Sie mit dem HeizCheck Ihren individuellen Heizenergieverbrauch und vergleichen Sie ihn mit dem ähnlicher Haushalte. Nötig ist dazu Ihre Heizkostenabrechnung.

Sie müssen keine personenbezogenen Daten angeben, wenn Sie unseren Ratgeber nutzen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • durchschnittliche Heizkosten pro m2: bei Fernwärme am höchsten, bei Holzschnitzel-Heizungen am niedrigsten
  • Heizkostenvergleich Öl und Gas: Heizen mit Öl ist teurer
  • Wärmepumpen: große Kostenspanne beim Heizen
  • persönlicher Heizkostenvergleich: Heizspiegel zeigt Mieter*innen und Eigentümer*innen individuelles Sparpotenzial

Wie hoch sind die Heizkosten im Durchschnitt?

Durchschnittliche Heizkosten 2019

EnergieträgerKosten pro Quadratmeter Wohnfläche
Erdgas10,30 Euro
Heizöl12,20 Euro
Fernwärme12,70 Euro
Wärmepumpe10,50 Euro
Holzpellets8,40 Euro
Holzschnitzel6,10 Euro

Die Tabelle zeigt die durchschnittlichen Heizkosten pro Quadratmeter Gebäudefläche im Abrechnungsjahr 2019 anhand eines beispielhaften mittelgroßen Mehrfamilienhaus mit 501 bis 1.000 Quadratmetern Fläche. Die Heizkosten setzen sich aus dem Heizenergieverbrauch, dem Energiepreis (je nach Energieträger) und den Heiznebenkosten zusammen.

Heizkosten für verschiedene Energieträger und Heizsysteme in Deutschland pro Quadratmeter: Erdgas 10 Euro; Heizöl 12,10 Euro; Fernwärme 12,30 Euro; Wärmepumpe 9,80 Euro; Holzpellets 9,50 Euro; Holzschnitzel 6,70 Euro.

Nach oben

Heizkostenvergleich leicht gemacht – mit dem Heizspiegel für Deutschland

Zahlen andere Leute eigentlich genauso viel fürs Heizen? Ein Vergleich der eigenen Heizkosten mit ähnlichen Haushalten hilft, den eigenen Verbrauch einzuordnen. Um Ihnen den Heizkostenvergleich zu erleichtern, haben wir die Heizkostenabrechnungen für Heizkosten von 147.000 Haushalten in ganz Deutschland aus der Heizperiode 2019 analysiert und daraus den Durchschnitt ermittelt. Diese Vergleichswerte werden im „Heizspiegel für Deutschland“ präsentiert und ermöglichen das Bewerten der Heizkosten.

147.000...

...die Heizkostenabrechnungen von so vielen Haushalten sind die Basis des Heizspiegels für Deutschland 2020.

147000

Beim Heizspiegel für Deutschland 2020 haben wir Wohngebäude verglichen, die zentral mit Erdgas, Heizöl, Fernwärme oder Wärmepumpe beheizt werden. Das sind die gängigsten Heizenergieträger. Für einen noch umfassenderen Vergleich haben wir zusätzlich Modellrechnungen für Wohnhäuser ergänzt, die mit Pellets oder Holzschnitzeln beheizt werden.

Der Heizkostenvergleich basiert auf den durchschnittlichen Heizkosten pro Quadratmeter und Jahr in verschiedenen Hausgrößen. Alle Werte beziehen sich auf das Abrechnungsjahr 2019 und ein durchschnittliches Mehrfamilienhaus mit einer Gesamtwohnfläche von 501 bis 1.000 m2.

Nach oben

Durchschnittliche Heizkosten 2019 – für ein Einfamilienhaus

Energieträger∅ Preis pro Kilowattstunde∅ Verbrauch pro Jahr∅ Heizkosten pro Jahr inklusive Heiznebenkosten
Erdgas6,1 Cent17.240 kWh 1.320 Euro
Heizöl6,7 Cent17.820 kWh1.450 Euro
Fernwärme9,1 Cent14.850 kWh1.575 Euro
Wärmepumpe22,1 Cent4.730 kWh1.265 Euro
Holzpellets5,1 Cent14.410 kWh

1.000 Euro

Holzschnitzel3,2 Cent16.500 kWh810 Euro

Die Tabelle zeigt den durchschnittlichen Heizenergieverbrauch und durchschnittliche Heizkosten inklusive Heiznebenkosten pro Jahr in einem 110 Quadratmeter großen Einfamilienhaus im Jahr 2019.

Nach oben

Vergleich: Verbrauch und Heizkosten bei Gas

Der bundesweite Heizkostenvergleich des Heizspiegels zeigt, dass es in Deutschland eine große Kostenspanne beim Heizen mit Erdgas gibt.

  • In einer 70 m2 großen Wohnung beispielsweise liegen die Kosten im Schnitt zwischen 485 und 1.030 Euro.
  • Im Einfamilienhaus mit 110 m2 sind es zwischen 860 und 1.870 Euro.

Hauptgrund für die großen Unterschiede ist der energetische Zustand des jeweiligen Hauses. Natürlich spielen auch regionale Wetterunterschiede und das Heizverhalten der Hausbewohner*innen eine Rolle. Entsprechend groß sind auch die Spannbreiten beim Heizenergieverbrauch und bei den CO2-Emissionen. 

Gasheizung: Heizkosten und Heizenergieverbrauch im Vergleich

Erdgasniedrigmittelerhöht
Heizkosten in Euro4857201.030
Verbrauch in Kilowattstunden5.81010.01015.610
CO2-Emissionen in Kilogramm1.4552.5053.905
Erdgasniedrigmittelerhöht
Heizkosten in Euro8601.3201.870
Verbrauch in Kilowattstunden9.79017.270 26.840
CO2-Emissionen in Kilogramm 2.4504.3206.710

Die Tabelle zeigt, welcher Heizenergieverbrauch, welche Heizkosten und CO2-Emissionen für eine beispielhafte Wohnung oder Einfamilienhaus beim Heizen mit Gas zu hoch, durchschnittlich oder sparsam sind. Für den Wechsel der Ansicht vom Mehr- zum Einfamilienhaus klicken Sie bitte auf den entsprechenden Titel über der Tabelle.

Nach oben

Gasheizung: Wie hoch sind Verbrauch, Heizkosten und CO2-Emissionen pro Quadratmeter?

In einem Mehrfamilienhaus mit Erdgasheizung lagen die Durchschnittswerte für Verbrauch, Kosten und Emissionen 2019 bei

  • Heizenergieverbrauch: 143 kWh pro m2
  • Heizkosten: 10,30 € pro m2
  • CO2-Emissionen: 36 kg pro m2

Für eine durchschnittliche 70 Quadratmeter große Wohnung sind das im Jahr 10.010 Kilowattstunden Heizenergie. Daraus ergeben sich Heizkosten in Höhe von rund 720 Euro – inklusive der Heiznebenkosten. Im Schnitt entstanden rund 2,5 Tonnen CO2 durchs Heizen.

In Einfamilienhäusern mit Gasheizung gab es 2019 laut Heizspiegel folgende Durchschnittswerte für Verbrauch, Kosten und Emissionen:

  • Heizenergieverbrauch: 157 kWh pro m2
  • Heizkosten: 12,00 € pro m2
  • CO2-Emissionen: 39 kg pro m2

Bei einem 110 Quadratmeter großen Einfamilienhaus summierte sich das auf rund 17.270 Kilowattstunden im Jahr. Das ergibt Heizkosten in Höhe von etwa 1.320 Euro inklusive der Heiznebenkosten. Hier entstanden durchs Heizen etwa 4,3 Tonnen CO2.

Nach oben

Gasheizung: monatliche Heizkosten und Abschlagszahlung

Im Mehrfamilienhaus mit Gasheizung lagen die monatlichen Heizkosten 2019 im Schnitt bei 86 Cent pro Quadratmeter. Für eine 70 Quadratmeter große Wohnung ergibt das eine monatliche Abschlagszahlung für die Heizkosten von rund 60 Euro.

Im Einfamilienhaus mit Gasheizung betrugen die monatlichen Heizkosten 2019 durchschnittlich 100 Cent pro Quadratmeter. Im Einfamilienhaus mit einer Größe von 110 Quadratmetern ergibt sich ein Betrag von rund 110 Euro als monatliche Abschlagszahlung.

Nach oben

Gasheizung: Heizkostenvergleich nach Baujahr des Hauses

BaujahrHeizkostenVerbrauchCO2-Emissionen
vor 1977 750 Euro10.850 kWh2.715 kg
1977 bis 1983 720 Euro 10.290 kWh2.575 kg
1984 bis 1994 665 Euro9.380 kWh2.345 kg
1995 bis 2001 555 Euro7.420 kWh1.855 kg
ab 2002 455 Euro5.740 kWh1.435 kg
BaujahrHeizkostenVerbrauchCO2-Emissionen
vor 1977 1.330 Euro18.370 kWh4.595 kg
1977 bis 1983 1.275 Euro 17.490 kWh4.375 kg
1984 bis 1994 1.175 Euro15.950 kWh3.990 kg
1995 bis 2001 980 Euro12.650 kWh3.165 kg
ab 2002 815 Euro9.790 kWh2.450 kg

Die Tabelle zeigt Durchschnittswerte für den Heizenergieverbrauch, die Heizkosten und die CO2-Emissionen von Gasheizungen geordnet nach Baujahr des Hauses – jeweils für eine beispielhafte Wohnung sowie ein beispielhaftes Einfamilienhaus. Für den Wechsel der Ansicht vom Mehr- zum Einfamilienhaus klicken Sie bitte auf den entsprechenden Titel über der Tabelle.

Wie beeinflusst das Alter des Gebäudes die Heizkosten?

Der Heizspiegel zeigt: Energieverbrauch, Heizkosten und CO2-Emissionen sind abhängig vom Baujahr des Hauses. Bewohner*innen von älteren Gebäuden verbrauchen im Durchschnitt mehr Heizenergie als Bewohner*innen von neuen Häusern. Denn der Gesetzgeber hat die Anforderungen zum energiesparenden Wärmeschutz von Gebäuden im Lauf der Jahre verschärft.

Nach oben

Ihre Heizkosten liegen im Durchschnitt oder sind erhöht? Dann können Sie sparen. Wir geben Ihnen 10 Tipps, wie Sie Verbrauch und Kosten senken. Das kommt auch dem Klima zugute, weil weniger CO2 durchs Heizen entsteht.

Zu den Spartipps

Nach oben

Heizkostenvergleich: Was ist teurer Öl oder Gas?

Beim Heizkostenvergleich zwischen Öl und Gas schneidet Erdgas leicht besser ab: Heizen mit Erdgas war 2019 im Schnitt günstiger als Heizen mit Öl. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Preise der beiden Energieträger jedoch wieder angenähert. Während 2018 eine Differenz von 0,9 Cent pro Kilowattstunde bestand, waren es 2019 nur noch 0,6 Cent. Der Heizspiegel rechnet für 2019 mit einem durchschnittlichen Erdgaspreis von 6,1 Cent und einem Heizölpreis von 6,7 Cent pro Kilowattstunde.

Hinweis für Mieter*innen: Als Mieter*in sollten Sie den Energiepreis auf Ihrer Heizkostenabrechnung genau prüfen. Eine Stichprobe von co2online und dem Verbraucher-Ratgeber Finanztip zeigte Anfang 2019, dass Vermieter*innen Erdgas oft zu teuer einkaufen. In den untersuchten Abrechnungen lag die Preisspanne zwischen 3,7 Cent und 15,8 Cent pro Kilowattstunde. Dabei dürfen Vermieter*innen keine unnötig hohen Kosten an ihre Mieter*innen weitergeben. Das besagt das Wirtschaftlichkeitsgebot im Bürgerlichen Gesetzbuch.

Nach oben

Heizkosten im Durchschnitt bei Heizöl

Heizen mit Heizöl ist vergleichsweise günstig - geht jedoch auf Kosten des Klimas. (c) Unsplash

Der bundesweite Heizkostenvergleich des Heizspiegels zeigt eine große Kostenspanne beim Heizen mit Heizöl.

  • Die Heizkosten für eine 70 m2 große Wohnung, die mit Heizöl beheizt wird, lagen 2019 im Schnitt zwischen 595 und 1.195 Euro.
  • Im Einfamilienhaus mit 110 m2 waren es zwischen 1.025 und 1.990 Euro.

Die Kostenspanne resultiert vor allem aus dem energetischen Zustand des jeweiligen Hauses. Weitere Faktoren sind regionale Wetterunterschiede und das Heizverhalten der Hausbewohner*innen.

Ölheizung: Heizkosten und Heizenergieverbrauch im Vergleich

Heizölniedrigmittelerhöht
Heizkosten in Euro5958551.195
Verbrauch in Kilowattstunden6.72010.850 16.520
CO2-Emissionen in Kilogramm2.1453.460 5.270
Heizöl niedrigmittelerhöht
Heizkosten in Euro1.0251.4501.990
Verbrauch in Kilowattstunden11.11017.820 26.620
CO2-Emissionen in Kilogramm 3.545 5.6858.490

In der Tabelle sehen Sie eine Einschätzung zum Heizen mit Heizöl für ein beispielhaftes Mehrfamilienhaus oder Einfamilienhaus. Heizenergieverbrauch, Heizkosten und CO2-Emissionen werden als zu hoch, durchschnittlich oder sparsam bewertet. Ähnlich wie bei den Kosten gibt es auch beim Heizenergieverbrauch und bei den CO2-Emissionen große Spannbreiten.

Nach oben

Ölheizung: Wie hoch sind Verbrauch und Heizkosten pro Quadratmeter?

In einem ölbeheizten Mehrfamilienhaus lagen die Durchschnittswerte für Verbrauch, Kosten und CO2-Emissionen 2019 bei

  • Heizenergieverbrauch: 155 kWh pro m2
  • Heizkosten: 12,20 € pro m2
  • CO2-Emissionen: 49 kg pro m2

Entsprechend waren es in einer 70 Quadratmeter großen Wohnung pro Jahr rund 10.850 Kilowattstunden. Inklusive der Heiznebenkosten ergeben sich durchschnittliche Heizkosten von rund 855 Euro. Das entspricht monatlichen Abschlägen in Höhe von etwa 70 Euro. Außerdem entstanden rund 3,5 Tonnen CO2.

In Einfamilienhäusern mit Ölheizung ermittelte der Heizspiegel für das Abrechnungsjahr 2019 folgende Durchschnittswerte für Verbrauch, Kosten und CO2-Emissionen:

  • Heizenergieverbrauch: 162 kWh pro m2
  • Heizkosten: 13,20 € pro m2
  • CO2-Emissionen: 52 kg pro m2

Bei einem 110 Quadratmeter großen Einfamilienhaus waren das rund 17.820 Kilowattstunden im Jahr. Daraus ergaben sich jährliche Heizkosten in Höhe von etwa 1.450 Euro, inklusive der Heiznebenkosten. Das entspricht einem monatlichen Abschlag von rund 120 Euro. Außerdem entstanden rund 5,7 Tonnen CO2.

Nach oben

Wie entwickeln sich die Kosten für Öl?

Nachdem das Heizen mit Öl seit 2012 Jahr für Jahr günstiger wurde, gab es 2017 eine Trendwende. Seitdem wird Heizen mit Öl wieder teurer. 2017 zahlten Verbraucher im Jahresmittel 5,5 Cent pro Kilowattstunde. Im Abrechnungsjahr 2018 waren es schon 6,8 Cent pro Kilowattstunde – eine Preissteigerung von rund 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2019 blieb der Preis für Heizöl stabil, während er 2020 bei 5,3 Cent pro Kilowattstunde wieder um 20 Prozent gesunken ist. 

Nach oben

Ist Heizöl schlecht fürs Klima?

Heizen mit Öl gilt als vergleichsweise klimaschädlich. Denn hier entsteht pro Kilowattstunde Heizenergie deutlich mehr CO2 als bei anderen Energieträgern. In einer 70-Quadratmeter-Wohnung verursachte das Heizen mit Öl 2019 durchschnittlich 3,5 Tonnen CO2. Zum Vergleich: Beim Heizen mit Erdgas entstanden etwa 2,5 Tonnen CO2. Bei Fernwärme waren es 1,7 Tonnen und bei Wärmepumpen nur 0,5 Tonnen. Am klimafreundlichsten ist das Heizen mit Holzpellets, die nur 0,2 Tonnen CO2 pro Jahr verursachen.

Im 110 Quadratmeter großen Einfamilienhaus lagen die durchschnittlichen CO2-Emissionen beim Heizen mit Öl 2019 bei 5,7 Tonnen. Bei Erdgasheizungen waren es 4,3 Tonnen, bei Fernwärme 2,9 Tonnen und bei Wärmepumpen 0,8 Tonnen CO2. Heizen mit Holzpellets verbucht lediglich 0,4 Tonnen CO2.

Nach oben

Ihre Heizkosten liegen im Durchschnitt oder sind erhöht? Dann können Sie sparen. Wir geben Ihnen 10 Tipps, wie Sie Verbrauch und Kosten senken. Das kommt auch dem Klima zugute, weil weniger CO2 durchs Heizen entsteht.

Zu den Spartipps

Nach oben

Durchschnittliche Heizkosten bei Fernwärme

  • Die durchschnittlichen Heizkosten für eine mit Fernwärme beheizte, 70 Quadratmeter große Wohnung lagen 2019 zwischen 600 und 1.380 Euro.
  • In einem 110 m2 großen Einfamilienhaus waren es zwischen 1.045 und 2.485 Euro

Das zeigt der bundesweite Heizkostenvergleich des Heizspiegels 2020. Die großen Kostenunterschiede lassen sich vor allem mit dem energetischen Zustand des jeweiligen Hauses begründen. Außerdem spielen regionale Wetterunterschiede und das Heizverhalten der Hausbewohner*innen eine Rolle.

Obwohl der Preis für Fernwärme 2019 im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt um ein Prozent gesunken ist, gehört Fernwärme zu den eher teuren Energieträgern: Eine Kilowattstunde Energie kostete durchschnittlich 9,1 Cent.

Fernwärme: Heizkosten und Heizenergieverbrauch im Vergleich

Fernwärmeniedrigmittelerhöht
Heizkosten in Euro6008901.380
Verbrauch in Kilowattstunden5.1808.54014.630
CO2-Emissionen in Kilogramm 1.0251.6902.895
Fernwärmeniedrigmittelerhöht
Heizkosten in Euro1.0451.575 2.485
Verbrauch in Kilowattstunden8.88014.850 25.960
CO2-Emissionen in Kilogramm1.7402.9405.140

Nach oben

Die Tabelle zeigt eine Bewertung zum Heizen mit Fernwärme für eine 70-Quadratmeter-Wohnung sowie ein 110-Quadratmeter-Einfamilienhaus. Heizenergieverbrauch, Heizkosten und CO2-Emissionen werden in die Kategorien zu hoch, durchschnittlich oder sparsam eingeteilt. Für den Wechsel der Ansicht vom Mehr- zum Einfamilienhaus klicken Sie bitte auf den entsprechenden Titel über der Tabelle.

Hinweis für Mieter*innen:

Hinweis für Mieter*innen:

Als Mieter*in sollten Sie den Energiepreis auf Ihrer Heizkostenabrechnung genau prüfen. Eine Stichprobe von co2online und dem Verbraucher-Ratgeber Finanztip zeigte Anfang 2019, dass Vermieter*innen Fernwärme oft zu teuer einkaufen. In den untersuchten Abrechnungen lag die Preisspanne zwischen 7,8 Cent und 19,7 Cent pro Kilowattstunde. Dabei dürfen Vermieter*innen keine unnötig hohen Kosten an ihre Mieter*innen weitergeben. Das besagt das Wirtschaftlichkeitsgebot im Bürgerlichen Gesetzbuch.

Fernwärme: Wie hoch sind Verbrauch, Heizkosten und CO2-Emissionen pro Quadratmeter?

In einem Mehrfamilienhaus mit Fernwärmeheizung lagen die Durchschnittswerte für Verbrauch, Kosten und CO2-Emissionen 2019 bei

  • Heizenergieverbrauch: 122 kWh pro m2
  • Heizkosten: 12,70 € pro m2
  • CO2-Emissionen: 24 kg pro m2

Entsprechend waren es in der 70 Quadratmeter großen Beispielwohnung pro Jahr rund 8.540 Kilowattstunden. Inklusive der Heiznebenkosten ergeben sich durchschnittliche Heizkosten von rund 890 Euro. Das entspricht monatlichen Abschlägen in Höhe von etwa 70 Euro. Außerdem entstanden rund 1,7 Tonnen CO2.

In Einfamilienhäusern mit Fernwärmeheizung gab es laut Heizspiegel 2019 folgende Durchschnittswerte für Verbrauch, Kosten und CO2-Emissionen:

  • Heizenergieverbrauch: 135 kWh pro m2
  • Heizkosten: 14,30 € pro m2
  • CO2-Emissionen: 27 kg pro m2

Bei einem 110 Quadratmeter großen Einfamlienhaus waren das rund 14.850 Kilowattstunden im Jahr. Daraus ergaben sich jährliche Heizkosten in Höhe von etwa 1.575 Euro, inklusive der Heiznebenkosten. Das war ein monatlicher Abschlag von rund 130 Euro. Außerdem entstanden rund 2,9 Tonnen CO2.

Nach oben

Ihre Heizkosten liegen im Durchschnitt oder sind erhöht? Dann können Sie sparen. Wir geben Ihnen 10 Tipps, wie Sie Verbrauch und Kosten senken. Das kommt auch dem Klima zugute, weil weniger CO2 durchs Heizen entsteht.

Zu den Spartipps

Nach oben

Durchschnittliche Heizkosten mit Wärmepumpen

  • Zwischen 505 und 1.455 Euro wurden im Abrechnungsjahr 2019 in einer 70-Quadratmeter-Wohnung durchschnittlich fürs Heizen mit Wärmepumpe bezahlt.
  • In einem 110 m2 großen Einfamilienhaus waren es zwischen 880 und 2.475 Euro.

Die große Kostenspanne entsteht vermutlich deshalb, weil viele Wärmepumpen sehr gut arbeiten – aber auch viele optimiert werden müssten. Hausbesitzer mit hohen Wärmepumpen-Kosten können zunächst die Jahresarbeitszahl ermitteln. Wird aus dem eingesetzten Strom nicht mindestens 2,5 Mal so viel Heizwärme gewonnen, sollte ein/e Energieberater*in die Anlage prüfen.

Auch der energetische Zustand des jeweiligen Hauses, regionale Wetterunterschiede und das Heizverhalten der Hausbewohner*innen spielen bei den Heizkosten eine Rolle. Der durchschnittliche Wärmepumpentarif lag 2019 bei 22,1 Cent pro Kilowattstunde.

Die Zahl der Häuser mit Wärmepumpenheizung ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. 2019 kamen Wärmepumpen sogar in fast jedem dritten Wohnungsneubau zum Einsatz. Deshalb stellt der Heizspiegel seit 2018 auch Vergleichswerte für Wärmepumpen breit. Dafür wird ein gemeinsamer Durchschnitt für Luft-, Wasser- und Erdwärmepumpen gebildet.

Entwicklung der Heizsysteme bei neuen Wohngebäuden (Anteil): Gasheizung von 58 Prozent in 2008 zu 39 Prozent in 2018; Wärmepumpe von 20 Prozent in 2008 zu 29 Prozent in 2018; Fernwärme von 12 Prozent in 2008 zu 25 Prozent in 2018; Holz bei 4 Prozent; Heizöl von 2 Prozent in 2008 zu 0,5 Prozent in 2018.

Wärmepumpe: Heizkosten und Heizenergieverbrauch im Vergleich

Wärmepumpeniedrigmittelerhöht
Heizkosten in Euro5057351.455
Verbrauch in Kilowattstunden1.7502.8706.510
CO2-Emissionen in Kilogramm*3004901.105

* Die Angabe der CO2-Emissionen bezieht sich auf die erzeugte Heizwärme und nicht auf den verbrauchten Strom.

Wärmepumpeniedrigmittelerhöht
Heizkosten in Euro8801.265 2.475
Verbrauch in Kilowattstunden2.9704.73010.560
CO2-Emissionen in Kilogramm*5058051.795

* Die Angabe der CO2-Emissionen bezieht sich auf die erzeugte Heizwärme und nicht auf den verbrauchten Strom.

Nach oben

Die Tabelle zeigt, welcher Energieverbrauch, welche Heizkosten und welche CO2-Emissionen für eine 70-Quadratmeter-Wohnung sowie ein 110-Quadratmeter-Einfamilienhaus beim Heizen mit Wärmepumpen zu hoch, durchschnittlich oder sparsam sind. Für den Wechsel der Ansicht vom Mehr- zum Einfamilienhaus klicken Sie bitte auf den entsprechenden Titel über der Tabelle.

Nach oben

Wärmepumpe: Wie hoch sind Verbrauch, Heizkosten und CO2-Emissionen pro Quadratmeter?

Die Durchschnittswerte für Verbrauch, Kosten und CO2-Emissionen in einem Mehrfamilienhaus mit Wärmepumpenheizung lagen im Abrechnungsjahr 2019 bei

  • Heizenergieverbrauch: 41 kWh pro m2
  • Heizkosten: 10,50 € pro m2
  • CO2-Emissionen: 7 kg pro m2

In der 70 Quadratmeter großen Beispielwohnung kamen so übers Jahr rund 2.870 Kilowattstunden Heizenergie zusammen. Inklusive der Heiznebenkosten ergeben sich durchschnittliche Heizkosten von rund 735 Euro. Das sind monatliche Abschläge in Höhe von rund 60 Euro. Außerdem entstanden durchs Heizen rund 490 Kilogramm CO2.

Für Einfamilienhäuser mit Wärmepumpenheizung gibt der Heizspiegel für das Abrechnungsjahr 2019 folgende Durchschnittswerte für Verbrauch, Kosten und CO2-Emissionen an:

  • Heizenergieverbrauch: 43 kWh m2
  • Heizkosten: 11,50 € pro m2
  • CO2-Emissionen: 7 kg pro m2

Berechnet für ein 110 Quadratmeter großes Einfamlienhaus waren das rund 4.730 Kilowattstunden im Jahr. Die jährlichen Heizkosten lagen etwa bei 1.265 Euro, inklusive der Heiznebenkosten. Das entspricht einem monatlichen Abschlag von rund 110 Euro. Außerdem entstanden rund 805 Kilogramm CO2.

Nach oben

Ihre Heizkosten liegen im Durchschnitt oder sind erhöht? Dann können Sie sparen. Wir geben Ihnen 10 Tipps, wie Sie Verbrauch und Kosten senken. Das kommt auch dem Klima zugute, weil weniger CO2 durchs Heizen entsteht.

Zu den Spartipps

Nach oben

Heizkostenvergleich für Pellet- und Holzschnitzel-Heizung

(c) tchara / Fotolia.com

Die Preise für Pellets und Holzschnitzel sind vergleichsweise stabil. Pellets zählten 2019 zu den günstigsten Heizenergieträgern.

  • Für unsere 70-Quadratmeter-Wohnung ergaben sich bei einem Pelletpreis von 5,1 Cent je Kilowattstunde durchschnittliche Heizkosten von 590 Euro.
  • Einfamilienhausbesitzer*innen zahlten 2019 durchschnittlich 1.000 Euro für das Heizen mit Pellets. Aufgrund der geringeren Abnahmemengen zahlten sie einen höheren Pelletpreis.

Noch günstiger als das Heizen mit Pellets ist das Heizen mit Holzschnitzel: Bei einem umgerechneten Energiepreis von 3,2 Cent pro Kilowattstunde belaufen sich die durchschnittlichen Heizkosten eines 70 Quadratmeter großen Haushalts in einem mittelgroßen Mehrfamilienhaushalts auf 480 Euro.

Im Vergleich zu Heizöl und Erdgas entsteht beim Heizen mit Pellets oder Holzschnitzeln sehr viel weniger CO2. Holz gilt als CO2-neutraler Brennstoff, der bei der Verbrennung nur die Menge an CO2 freisetzt, die der Baum im Laufe seines Lebens gebunden hat. Wird das Holz eines Baumes zum Heizen genutzt, entsteht also die gleiche Menge des Treibhausgases wie bei der natürlichen Verrottung des Baumes.

Holzpelletsniedrigmittelerhöht
Heizkosten in Euro370590875
Verbrauch in Kilowattstunden4.2008.61015.050
CO2-Emissionen in Kilogramm 115230405
Holzpelletsniedrigmittelerhöht
Heizkosten in Euro6401.0001.505
Verbrauch in Kilowattstunden7.04014.41024.970
CO2-Emissionen in Kilogramm190390675

Nach oben

Die Tabelle zeigt, welcher Heizenergieverbrauch, welche Heizkosten und CO2-Emissionen für eine beispielhafte Wohnung oder Einfamilienhaus beim Heizen mit Holzpellets zu hoch, durchschnittlich oder sparsam sind.

Nach oben

Holzpellets: Wie hoch sind Verbrauch, Heizkosten und CO2-Emissionen pro Quadratmeter?

In einem Mehrfamilienhaus mit Holzpellet-Heizung lagen die Durchschnittswerte für Verbrauch, Kosten und CO2-Emissionen im Abrechnungsjahr 2019 bei

  • Heizenergieverbrauch: 123 kWh pro m2
  • Heizkosten: 8,40 € pro m2
  • CO2-Emissionen: 3 kg pro m2

In einer durchschnittlich großen Wohnung mit 70 Quadratmetern kamen so übers Jahr rund 8.610 Kilowattstunden Heizenergie zusammen. Inklusive der Heiznebenkosten ergeben sich durchschnittliche Heizkosten von rund 590 Euro. Das sind monatliche Abschläge in Höhe von rund 50 Euro. Außerdem entstanden durchs Heizen rund 230 Kilogramm CO2.

Für Einfamilienhäuser mit Holzpellet-Heizung gibt der Heizspiegel für das Abrechnungsjahr 2019 folgende Durchschnittswerte für Verbrauch, Kosten und CO2-Emissionen an:

  • Heizenergieverbrauch: 131 kWh pro m2
  • Heizkosten: 9,10 € pro m2
  • CO2-Emissionen: 4 kg pro m2

Berechnet für ein 110 Quadratmeter großes Einfamilienhaus waren das rund 14.410 Kilowattstunden im Jahr. Die jährlichen Heizkosten lagen etwa bei 1.000 Euro, inklusive der Heiznebenkosten. Das entspricht einem monatlichen Abschlag von rund 80 Euro. Außerdem entstanden rund 390 Kilogramm CO2.

Nach oben

Ihre Heizkosten liegen im Durchschnitt oder sind erhöht? Dann können Sie sparen. Wir geben Ihnen 10 Tipps, wie Sie Verbrauch und Kosten senken. Das kommt auch dem Klima zugute, weil weniger CO2 durchs Heizen entsteht.

Zu den Spartipps

Nach oben

Weitere Einflüsse auf Heizkosten: Gebäudetyp und Wohnungslage entscheidend

(c) www.co2online.de | Phil Dera

Die Heizkosten eines Gebäudes können sich stark unterscheiden je nach

  • Standort,
  • Art,
  • Baujahr und
  • Sanierungsstand.

Generell gilt, dass neue Gebäude oder energetisch sanierte Gebäude weniger Energie verbrauchen als alte, unsanierte Häuser. Im Mehrfamilienhaus hat zudem die Lage der Wohnung einen großen Einfluss auf den Heizenergieverbrauch. Eine Wohnung in Innenlage verliert weniger Wärme an Außenwände und profitiert von der Abwärme angrenzender Wohnungen. Eine Lage im Dachgeschoss oder Erdgeschoss kann bei gleichem Heizverhalten mitunter 50 Prozent mehr Heizenergieverbrauch bedeuten. Aus ähnlichen Gründen verbrauchen kleine Häuser im Schnitt mehr Heizenergie als größere: Da es hier im Verhältnis zum Volumen mehr Außenflächen gibt, ist der Wärmeverlust meist größer.

Die Daten des Heizspiegels für Deutschland stellen einen bundesweiten Durchschnitt dar. Dieser Wert weicht mitunter vom regionalen Durchschnitt ab, zum Beispiel wegen unterschiedlicher Außentemperaturen. Eine genauere Bewertung ermöglichen kommunale Heizspiegel. Die Erstellung können regionale Akteure wie Städte, Gemeinden oder Landkreise bei co2online beauftragen.

Nach oben

Wie können Eigentümer*innen den Energieträger wechseln?

Wie Sie als Eigentümer*in auf eine umweltfreundliche Heizanlage mit regenerativen Energieträgern umsteigen können, erfahren Sie in der co2online-Themenwelt Modernisieren und Bauen. Mit dem ModernisierungsCheck können Sie prüfen, ob sich der Austausch der Heizanlage lohnt – zum Beispiel durch den Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Außerdem ist es sinnvoll zu prüfen, wie viel Energie sich durch eine Dämmung des Hauses sparen lässt.

Empfehlenswert ist zudem, auf regenerative Energieträger (Biomasse, Solar- und Geothermie) umzustellen. Der Wechsel auf alternative Energieträger mindert CO2-Emissionen und wird häufig staatlich gefördert. Das richtige Förderprogramm finden Sie mit dem FördermittelCheck.

Nach oben

weiter