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Heizkosten pro Quadratmeter im Vergleich

Hohe Heizkosten können auf ineffizientes Heizen oder viel verschenkte Wärme im Heizungskeller hinweisen. Doch ab wann sind Heizkosten hoch oder niedrig? Erfahren Sie hier, wo Sie im deutschlandweiten Vergleich stehen und was Heizkosten pro Quadratmeter eigentlich aussagen. Mit unserem Heizkostenrechner können Sie zudem in wenigen Schritten prüfen, wie viel Heizenergie Sie im Vergleich zu ähnlichen Haushalten verbrauchen.

Berechnen Sie jetzt Ihre Heizkosten und Ihren Energieverbrauch

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Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Heizkostenvergleich hilft dabei, individuelles Sparpotenzial zu erkennen
  • Durchschnittliche Heizkosten bei Fernwärme-Nutzern am höchsten, bei Scheitholz-Nutzern am niedrigsten
  • Heizen mit Heizöl wurde 2017 teurer
  • Energetischer Sanierungsstand des Gebäudes ist wichtiger Faktoren beim Heizenergieverbrauch

Heizkostenvergleich leicht gemacht – mit dem Heizspiegel für Deutschland

61.000...

...die Heizkostenabrechnungen von so vielen Haushalten sind die Basis des Heizspiegels für Deutschland 2018.

61000

Zahlen andere Leute eigentlich genauso viel fürs Heizen? Ein Vergleich der eigenen Heizkosten mit ähnlichen Haushalten kann helfen, den eigenen Verbrauch einzuordnen. Liegen die Kosten überdurchschnittlich hoch, könnte beispielsweise eine Optimierung der Heizanlage notwendig sein. Oder Ihr Heizverhalten ist noch nicht optimal. Um Ihnen den Heizkostenvergleich zu erleichtern, haben wir die Abrechnungen für Heizkosten von 61.000 Haushalten in ganz Deutschland aus der Heizperiode 2017 analysiert und daraus den Durchschnitt ermittelt. Diese Vergleichswerte werden im „Heizspiegel für Deutschland“ präsentiert und ermöglichen das Bewerten der Heizkosten.

Der Vergleich basiert auf den durchschnittlichen Heizkosten pro Quadratmeter und Jahr in verschiedenen Häusergrößen – jeweils mit den Energieträgern Erdgas, Heizöl und Fernwärme. Hierbei handelt es sich um die drei gängigsten Heizenergieträger. Für einen noch umfassenderen Vergleich haben wir unten auch Modellrechnungen für Wohnhäuser ergänzt, die mit Pellets oder Scheitholz beheizt werden. Wir erklären Ihnen außerdem, welche Faktoren sich außer dem eigenen Verbrauch auf die Höhe der Heizkostenabrechnung auswirken.

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Wie hoch sind die Heizkosten im Durchschnitt?

Erdgas 11,30 Euro; Heizöl 10,70 Euro; Fernwärme 12,80 Euro; Holzpellets 9,60 Euro; Scheitholz 6,70 Euro.

Die Heizkosten setzen sich aus dem Heizenergieverbrauch, dem Energiepreis (je nach Energieträger) und den Heiznebenkosten zusammen. Für den Heizspiegel für Deutschland 2018 wurden die Daten von rund 61.000 Wohngebäuden ausgewertet, die zentral mit Heizöl, Fernwärme oder Erdgas beheizt werden. Die Ergebnisse für Heizsysteme auf Basis von Holzpellets und Scheitholz sind als Modellrechnung unter gleichen Bedingungen zu verstehen. Alle Werte beziehen sich auf das Abrechnungsjahr 2017 und ein durchschnittliches Mehrfamilienhaus mit einer Gesamtwohnfläche von 501 bis 1.000 m².

Durchschnittliche Heizkosten 2017
EnergieträgerKosten pro Quadratmeter Wohnfläche
Erdgas11,30 Euro
Heizöl10,70 Euro
Fernwärme12,80 Euro
Holzpellets9,60 Euro
Scheitholz6,70 Euro

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Heizkostenvergleich mit Gas

Heizenergieträger der 40,4 Millionen Haushalte in Deutschland: Erdgas 47,8 Prozent; Heizöl 26,7 Prozent; Fernwärme 13,6 Prozent; Strom 4,2 Prozent; Holzpellets 3 Prozent; Flüssiggas 1,5 Prozent; Kohle 0,7 Prozent; Sonstige 2,2 Prozent. Stand Oktober 2018

Fast 50 Prozent der Haushalte in Deutschland heizen mit Erdgas. Der Heizspiegel rechnet für 2017 mit einem durchschnittlichen Erdgaspreis von 6,2 Cent pro Kilowattstunde. Der mittlere Heizenergieverbrauch eines Mehrfamilienhauses lag im letzten Jahr bei rund 153 Kilowattstunden pro Quadratmeter pro Jahr. Zuzüglich der Heiznebenkosten ergibt das in einer 70 m² große Wohnung durchschnittliche Heizkosten in Höhe von 810 Euro.

Der mittlere Heizenergieverbrauch eines Haushalts im 110 m²-großen Einfamilienhauses lag 2017 bei durchschnittlich 18.260 Kilowattstunden im Jahr. Das ergibt Heizkosten in Höhe von 1.375 Euro inklusive der Heiznebenkosten. Im Vergleich zum letzten Jahr ist Heizen mit Gas um 15 Prozent günstiger geworden.

In der folgenden Tabelle können Sie nachlesen, welcher Heizenergieverbrauch, welche Heizkosten und welche CO2-Emissionen für unsere Beispiel-Wohnung sowie das Beispiel-Einfamilienhaus beim Heizen mit Gas zu hoch, durchschnittlich oder sparsam sind. Für den Wechsel der Ansicht vom Mehr- zum Einfamilienhaus klicken Sie bitte auf den entsprechenden Titel über der Tabelle.

Gasheizung: Heizkosten und Heizenergieverbrauch im Vergleich

Erdgasgünstigmittelerhöht
Heizkosten in Euro5207901.115
Verbrauch in Kilowattstunden6.16010.71016.380
CO2-Emissionen in Kilogramm1.5402.6804.095
Erdgasgünstigmittelerhöht
Heizkosten in Euro8901.3751.970
Verbrauch in Kilowattstunden10.34018.260 28.600
CO2-Emissionen in Kilogramm 2.5854.5657.150

Ihre Heizkosten liegen im Durchschnitt oder sind erhöht? Dann können Sie sparen. Wir geben Ihnen 10 Tipps wie Sie Verbrauch und Kosten senken. Das kommt auch dem Klima zugute, weil weniger CO2 durchs Heizen entsteht.

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Heizkosten im Durchschnitt mit Heizöl

Heizöl ist derzeit der zweithäufigst genutzte Heizenergieträger in Deutschland: Mehr als 25 Prozent aller Haushalte heizen mit Öl. Nachdem Heizen mit Öl seit dem Jahr 2012 einen Preissturz verzeichnete, kündigt sich nun eine Trendwende an: 2016 zahlten Verbraucher im Jahresmittel 4,9 Cent pro Kilowattstunde, 2017 waren es bereits 5,5 Cent pro Kilowattstunde – eine Preissteigerung von rund 12 Prozent. Auch für das Abrechungsjahr 2018 deutet sich eine weitere Preissteigerung an: Heizen mit Öl wird voraussichtlich weitere 8 Prozent teurer. Damit würde Heizen mit Heizöl wieder teurer sein als Heizen mit Erdgas.

Die durchschnittlichen Heizkosten eines Haushalts in einer 70 Quadratmeter großen Wohnung im ölbeheizten Mehrfamilienhaus lagen 2017 bei 750 Euro. Ein Haushalt in einem 110 Quadratmeter großen Einfamilienhaus mit Ölheizung musste 2017 durchschnittlich 1.285 Euro Heizkosten zahlen.

In der folgenden Tabelle können Sie nachlesen, welcher Heizenergieverbrauch, welche Heizkosten und welche CO2-Emissionen für unsere Beispiel-Wohnung sowie das Beispiel-Einfamilienhaus beim Heizen mit Heizöl zu hoch, durchschnittlich oder sparsam sind. Für den Wechsel der Ansicht vom Mehr- zum Einfamilienhaus klicken Sie bitte auf den entsprechenden Titel über der Tabelle.

Ölheizung: Heizkosten und Heizenergieverbrauch im Vergleich

Heizölgünstigmittelerhöht
Heizkosten in Euro5257501.045
Verbrauch in Kilowattstunden6.93011.200 17.080
CO2-Emissionen in Kilogramm2.2103.575 5.450
Heizöl     günstigmittelerhöht
Heizkosten in Euro9251.2851.780
Verbrauch in Kilowattstunden11.88018.700 28.270
CO2-Emissionen in Kilogramm 3.790 5.9659.020

Ihre Heizkosten liegen im Durchschnitt oder sind erhöht? Dann können Sie sparen. Wir geben Ihnen 10 Tipps wie Sie Verbrauch und Kosten senken. Das kommt auch dem Klima zugute, weil weniger CO2 durchs Heizen entsteht.

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Heizen mit Heizöl ist vergleichsweise günstig - geht jedoch auf Kosten des Klimas.(c) Unsplash

Heizöl-Nutzer sollten die Klimabilanz des Energieträgers nicht außer Acht lassen. Der Heizbetrieb mit Öl verursacht in unserem Vergleichshaushalt in der 70-Quadratmeter-Wohnung durchschnittlich 3,6 Tonnen CO2 im Jahr. Zum Vergleich: Heizen mit Erdgas erzeugt unter gleichen Bedingungen etwa 2,7 Tonnen CO2 jährlich, Fernwärme 2,4 Tonnen. Wer dennoch mit Öl heizt, sollte zumindest den Umbau einer alten Ölheizung auf Brennwerttechnik in Betracht ziehen.

Durchschnittliche Heizkosten bei Fernwärme

Verteilung der Heizsysteme bei Neubauten von Ein-/Zweifamilienhäusern und Mehrfamilienhäusern in Deutschland 2015

Den dritten Platz bei den meistgenutzten Heizenergieträgern belegt Fernwärme. Laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) nutzen 5,5 Millionen Haushalte diese Art der Beheizung – das entspricht gut 14 Prozent aller Haushalte in Deutschland. Im Jahr 2017 war Fernwärme von allen Energieträgern die teuerste Variante: Eine Kilowattstunde Energie kostete durchschnittlich 8,8 Cent. Damit ist der Preis im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent gesunken.

Im mittelgroßen Mehrfamilienhaus mit maximal 1.000 Quadratmetern Wohnfläche und Fernwärme-Heizung wurden in der vergangenen Heizperiode pro Quadratmeter durchschnittlich 129 Kilowattstunden verbraucht. Inklusive Heizbetriebskosten ergibt dies Heizkosten von etwa 895 Euro für eine Wohnung mit 70 Quadratmetern. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit der Größe von 110 Quadratmetern verbrauchte 2017 im Mittel 18.260 Kilowattstunden für Heizenergie. Das ergibt Heizkosten in Höhe von 1.375 Euro inklusive der Heiznebenkosten.

In der folgenden Tabelle können Sie nachlesen, welcher Heizenergieverbrauch, welche Heizkosten und welche CO2-Emissionen für unsere Beispiel-Wohnung sowie das Beispiel-Einfamilienhaus beim Heizen mit Fernwärme zu hoch, durchschnittlich oder sparsam sind. Für den Wechsel der Ansicht vom Mehr- zum Einfamilienhaus klicken Sie bitte auf den entsprechenden Titel über der Tabelle.

Fernwärme: Heizkosten und Heizenergieverbrauch im Vergleich

Fernwärmegünstigmittelerhöht
Heizkosten in Euro6158951.380
Verbrauch in Kilowattstunden5.600 9.03015.260
CO2-Emissionen in Kilogramm 1.460 2.355 3.985
Fernwärmegünstigmittelerhöht
Heizkosten in Euro1.0651.575 2.420
Verbrauch in Kilowattstunden 9.46015.620 26.400
CO2-Emissionen in Kilogramm 2.4704.075 6.890

Ihre Heizkosten liegen im Durchschnitt oder sind erhöht? Dann können Sie sparen. Wir geben Ihnen 10 Tipps wie Sie Verbrauch und Kosten senken. Das kommt auch dem Klima zugute, weil weniger CO2 durchs Heizen entsteht.

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Heizkostenvergleich für Pellet- und Scheitholz-Heizung

(c) tchara / Fotolia.com

Laut dem BDEW heizen bis dato nur rund drei Prozent der Haushalte in Deutschland mit Holzpellets oder Scheitholz. Die Preise für Pellets und Scheitholz sind vergleichsweise stabil. Pellets zählten 2017 zu den günstigsten Heizenergieträgern. Für unsere 70-Quadratmeter-Vergleichswohnung ergaben sich bei einem Pelletspreis von 4,6 Cent je Kilowattstunde durchschnittliche Heizkosten von 670 Euro. Einfamilienhausbesitzer zahlten 2017 aufgrund der geringeren Abnahmemengen einen Pelletspreis von durchschnittlich 5,6 Cent pro Kilowattstunde.

Noch günstiger als das Heizen mit Pellets ist das Heizen mit Scheitholz: Bei einem umgerechneten Energiepreis von 3,3 Cent pro Kilowattstunde belaufen sich die durchschnittliche Heizkosten eines 70 Quadratmeter großen Haushalts in einem mittelgroßen Mehrfamilienhaushalts auf 470 Euro.

Im Vergleich zu Heizöl und Erdgas entsteht beim Heizen mit Pellets oder Scheitholz sehr viel weniger CO2. Holz gilt als CO2-neutraler Brennstoff, der bei der Verbrennung nur die Menge an CO2 freisetzt, die der Baum im Laufe seines Lebens gebunden hat. Wird das Holz eines Baumes zum Heizen genutzt, entsteht also die gleiche Menge des Treibhausgases wie bei der natürlichen Verrottung des Baumes.

In der folgenden Tabelle können Sie nachlesen, welcher Heizenergieverbrauch, welche Heizkosten und welche CO2-Emissionen für unsere Beispiel-Wohnung sowie das Beispiel-Einfamilienhaus beim Heizen mit Pellets und Holz durchschnittlich sind. Um zwischen der Ansicht für Pellets und Scheitholz zu wechseln, klicken Sie bitte auf den jeweiligen Titel über der Tabelle.

Mehrfamilienhaus, 70 m2Einfamilienhaus, 110 m2
Heizkosten in Euro6701.290
Verbrauch in Kilowattstunden11.72018.660
CO2-Emissionen in Kilogramm 315505
Mehrfamilienhaus, 70 m2Einfamilienhaus, 110 m2
Heizkosten in Euro470740
Verbrauch in Kilowattstunden10.18015.000
CO2-Emissionen in Kilogramm195285

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Weitere Einflüsse auf Heizkosten: Gebäudetyp und Wohnungslage entscheidend

(c) www.co2online.de | Phil Dera

Die Heizkosten eines Gebäudes können sich je nach Standort, Art, Baujahr und Sanierungsstand stark unterscheiden. Die für den Heizspiegel für Deutschland ermittelten Daten stellen einen bundesweiten Durchschnitt dar. Dieser Wert weicht mitunter vom regionalen Durchschnitt ab, zum Beispiel wegen unterschiedlicher Außentemperaturen. Eine genauere Bewertung ermöglichen kommunale Heizspiegel. Die Erstellung können regionale Akteure wie Städte, Gemeinden oder Landkreise bei bei co2online beauftragen.

Generell gilt, dass neue Gebäude oder energetisch sanierte Gebäude weniger Energie verbrauchen als alte, unsanierte Häuser. Im Mehrfamilienhaus hat zudem die Lage der Wohnung einen großen Einfluss auf den Heizenergieverbrauch. Eine Wohnung in Innenlage verliert weniger Wärme an Außenwände und profitiert von der Abwärme angrenzender Wohnungen. Eine Lage im Dachgeschoss oder Erdgeschoss kann bei gleichem Heizverhalten mitunter 50 Prozent mehr Heizenergieverbrauch bedeuten. Aus ähnlichen Gründen verbrauchen kleine Häuser im Schnitt mehr Heizenergie als größere: Da es hier im Verhältnis zum Volumen mehr Außenflächen gibt, ist der Wärmeverlust meist größer.

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Wie können Eigentümer den Energieträger wechseln?

Wie Sie als Eigentümer auf eine umweltfreundliche Heizanlage mit regenerativen Energieträgern umsteigen können, erfahren Sie in der co2online-Themenwelt Modernisieren und Bauen. Mit dem ModernisierungsCheck können Sie prüfen, ob sich der Austausch der Heizanlage lohnt – zum Beispiel durch den Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Außerdem ist es sinnvoll zu prüfen, wie viel Energie sich durch eine Dämmung des Hauses sparen lässt.

Empfehlenswert ist zudem, auf regenerative Energieträger (Biomasse, Solar- und Geothermie) umzustellen. Der Wechsel auf alternative Energieträger mindert CO2-Emissionen und wird häufig staatlich gefördert. Das richtige Förderprogramm finden Sie mit dem FördermittelCheck.

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