Heiznebenkosten senken: Betriebsstrom der Heizung
Mieter in einem Mehrfamilienhaus teilen so einiges mit ihren Nachbarn: Nicht nur Haus und Hof, auch die Heizanlage. Sie verbraucht neben Brennstoff auch Strom. Elektrische Pumpen, Brenner, Regelungsanlagen, Kompressoren, Zeitschaltuhren, Wärmefühler – heute befindet sich viel Elektronik im Heizkeller. Der Strom, der für den Betrieb der Heizanlage benötigt wird, heißt Betriebsstrom. 32 Euro zahlt jeder deutsche Haushalt im Schnitt dafür.
Zwei Ursachen für überhöhte Betriebsstromkosten
Häufig könnte es viel weniger sein. Eine Ursache für die unnötig hohen Betriebsstromkosten sind technisch veraltete oder falsch eingestellte Pumpen. Moderne Umwälz- und Zirkulationspumpen verbrauchen im Vergleich zu alten Pumpen nur 20-25 Prozent des Betriebsstroms. Wenn alle ineffizienten Pumpen zumindest auf einen durchschnittlichen Standard gebracht würden, könnten in Deutschland jährlich 450 Millionen Kilowattstunden Betriebsstrom gespart werden – das entspricht dem Jahresverbrauch einer Stadt wie Augsburg.
Ein weiteres Problem: Die Vermieter schätzen den Betriebsstromverbrauch oftmals – mangels eines eigenen Stromzählers für den Heizungskeller. Das ist zwar gesetzlich erlaubt, doch in vielen Fällen wird falsch geschätzt (mehr dazu im Interview mit Rechtsexperte Dietmar Wall). So fließen Stromkosten für die Außenbeleuchtung oder den Rasenmäher des Hausmeisters in die Betriebsstromkosten mit ein.
So können sich Mieter wehren
Das Wirtschaftlichkeitsgebot im Bürgerlichen Gesetzbuch untersagt es Vermietern und Hausverwaltungen, unnötig hohe Kosten an Mieter weiterzugeben. Es lohnt sich also, bei den Betriebsstromkosten genau hinzusehen. Einen guten Einblick bekommen Sie im BetriebsstromCheck. Am Ende der Beratung finden Sie einen Musterbrief für Ihren Vermieter zum Download. Ausfüllen, drucken und an Ihren Vermieter abschicken – fertig!
Wer es ganz genau wissen will, bestellt ein individuelles und kostenloses Heizgutachten. Das Heizgutachten durchleuchtet Ihre Heizkosten und zeigt Ihnen, wie viel Euro Sie für den Betriebsstrom zuviel bezahlen – und wo weitere Überzahlungen bei den Heizkosten lauern.
Weitere Artikel zu diesem Thema:
- Kurz und knapp: Das 1x1 der Betriebsstromkosten
- Interview mit Dietmar Wall vom Deutschen Mieterbund (DMB): „Oft sind die Heizpumpen überdimensioniert oder veraltet“
- F & A: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Betriebsstrom
BetriebsstromCheck
Testen Sie es: Mit dem neuen BetriebsstromCheck können Sie ganz schnell und leicht überprüfen, ob Ihre Betriebsstromkosten angemessen oder zu hoch sind. Zum Ratgeber
Betriebsstromspiegel 2010
Der Betriebsstromspiegel 2010 macht´s möglich: Mit einem Taschenrechner und nur einer Minute Zeit erkennen Sie auf einen Blick, ob Sie zu viel für den Betriebsstrom der Heizanlage zahlen.
Betriebsstromspiegel 2010 als PDF-Download








