Messdienstleister: Tarife fürs Heizung ablesen zu hoch?

Einmal im Jahr kommen sie ins Haus, um die Heizung abzulesen: die Messdienstleister. Sie machen zwar überall den gleichen Job – allerdings zahlen Mieter zwischen Kiel und München unterschiedliche Preise. Vermieter und Mieter sollten deswegen die Tarife regelmäßig prüfen.

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Die Kosten fürs Heizung ablesen tragen nicht die Hausverwaltungen oder Vermieter, die die Messdienstleister beauftragen. Vielmehr müssen die Mieter dafür bezahlen. Denn die Kosten werden vom Vermieter oder der Hausverwaltung an sie weiter gereicht.

Im Jahr 2010 zahlte jeder Mieter 13 Euro zu viel für den Messdienstleister. Das zeigte damals eine Auswertung von co2online. Der teuerste Anbieter verlangte im Schnitt rund 75 Prozent mehr als der günstigste Anbieter. Unklar ist, ob der Preisunterschied immer noch so groß ist. Eine neuere Auswertung gibt es bislang nicht. Zwar hören sich 13 Euro nicht besonders schlimm an. Allerdings gibt es rund 15 Millionen Mietwohnungen mit Zentralheizung in Deutschland. Sollten die Kosten also immer noch zu hoch sein, würden Mieter jährlich 195 Millionen Euro zu viel fürs Ablesen der Heizung zahlen.

Gründe für zu hohe Messdienstleister-Kosten

Die Hausverwaltungen haben oftmals aus alter Gewohnheit schon seit Jahren den gleichen Messdienstleister – unabhängig davon, wie gut oder schlecht, wie teuer oder günstig dieser arbeitet. Die Messdienstleister verlieren somit selten Kunden durch Wettbewerb. Deshalb sind sie auch kaum dazu gezwungen, über den Preis neue Kunden zu akquirieren. Der Markt steht still, die Preisgestaltung ist nicht transparent.

Eine geringe Streuung zwischen den Anbietern wäre normal – zum Beispiel weil eine Hausverwaltung, die mehrere Häuser abrechnen lässt, einen günstigeren Preis erhalten hat oder die Anfahrtskosten variieren. Aber selbst innerhalb der anbietenden Unternehmen sind die Preisunterschiede fürs Heizung ablesen pro Quadratmeter so extrem, dass davon auszugehen ist, dass hier keine transparente, marktwirtschaftlich funktionierende Preispolitik zugrunde liegt.

Zahlen Sie zu viel fürs Heizung ablesen?

Mieter können sich wehren: Das Wirtschaftlichkeitsgebot im Bürgerlichen Gesetzbuch untersagt es Vermietern und Hausverwaltungen, unnötig hohe Kosten an Mieter weiterzugeben. Es obliegt jedoch dem Mieter, eine Überzahlung festzustellen. Prüfen Sie dazu mit dem HeizCheck Ihre Heizkostenabrechnung. Im ersten Schritt werden die Heizkosten bewertet. Danach können Sie mit dem „Kostentest“ die Heiznebenkosten analysieren.

Sie haben festgestellt, dass Sie zu viel fürs Heizung ablesen bezahlen? Wenden Sie sich am besten direkt an Ihren Vermieter und machen Sie ihn auf das Sparpotenzial aufmerksam. Wenn Ihr Hinweis auf das Wirtschaftlichkeitsgebot im Bürgerlichen Gesetzbuch nichts bringt, sollten Sie sich Hilfe bei einem Mieterverein wie dem Deutschen Mieterbund holen.

Vermieter sollten regelmäßig die Preise für das Ablesen der Heizung prüfen und neue Angebote einholen.

Heizung ablesen: Wie Vermieter die Preise vergleichen können

Zahlreiche Messdienstleister in Deutschland (PDF, 204 kB) bieten ihre Dienstleistung an. Teilweise sind die Unternehmen bundesweit tätig, teilweise in bestimmten Postleitzahlgebieten. Empfehlenswert ist es, Angebote von mehreren Anbietern anzufordern, um die Preise und die Leistungen vergleichen zu können. Nicht selten lassen sich durch einen Anbieterwechsel Kosten senken.

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