Messdienstleister: Tarife fürs Heizung ablesen zu hoch

Einmal im Jahr kommen sie ins Haus, um die Heizung abzulesen: die Messdienstleister. Sie machen zwar überall den gleichen Job – allerdings zahlen Mieter zwischen Kiel und München unterschiedliche Preise. Denn die Tarife sind häufig unübersichtlich.

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Die Kosten fürs Heizung ablesen tragen nicht die Hausverwaltungen oder Vermieter, die die Messdienstleister beauftragen. Vielmehr müssen die Mieter für den oft teuren Service bezahlen. Denn die Kosten werden vom Vermieter oder der Hausverwaltung an sie weiter gereicht. 13 Euro im Jahr zahlt jeder Mieter unnötig zu viel für den Messdienstleister. Das hört sich zunächst nicht so schlimm an. Bei 15 Millionen Mietwohnungen mit Zentralheizung werden so allerdings in Deutschland jährlich 195 Millionen Euro zu viel fürs Ablesen der Heizung gezahlt. Schuld daran sind intransparente Marktverhältnisse der Messdienstleister und Versäumnisse der Hausverwaltungen.

Mieter zahlen 195 Mio. Euro im Jahr zu viel für Messdienstleister

Die Hausverwaltungen haben oftmals aus alter Gewohnheit schon seit Jahren den gleichen Messdienstleister – unabhängig davon, wie gut oder schlecht, teuer oder günstig dieser arbeitet. Die Messdienstleister sind somit nicht gezwungen, über den Preis neue Kunden zu akquirieren und verlieren diese auch selten durch Wettbewerb. Der Markt steht still, die Preisgestaltung ist nicht transparent.

Eine geringe Streuung zwischen den Anbietern wäre normal – zum Beispiel weil eine Hausverwaltung, die mehrere Häuser abrechnen lässt, einen günstigeren Preis erhalten hat oder die Anfahrtskosten variieren. Aber selbst innerhalb der anbietenden Unternehmen sind die Preisunterschiede fürs Heizung ablesen pro Quadratmeter so extrem, dass davon auszugehen ist, dass hier keine transparente, marktwirtschaftlich funktionierende Preispolitik zugrunde liegt.

(Stand 2010)

Zahlen Sie zu viel fürs Heizung ablesen? Heizgutachten helfen

Mieter können sich wehren: Das Wirtschaftlichkeitsgebot im Bürgerlichen Gesetzbuch untersagt es Vermietern und Hausverwaltungen, unnötig hohe Kosten an Mieter weiterzugeben. Es obliegt jedoch dem Mieter, eine Überzahlung festzustellen.

Sie haben festgestellt, dass Sie zu viel fürs Heizung ablesen bezahlen? Der schnellste Weg ist es, sich direkt an den Vermieter zu wenden, um ihn auf das Einsparpotenzial aufmerksam zu machen.

Zahlreiche Messdienstleister in Deutschland (PDF, 197 kB) bieten ihre Dienstleistung an. Teilweise sind die Unternehmen bundesweit tätig, teilweise in bestimmten Postleitzahlgebieten. Empfehlenswert ist es, Angebote von mehreren Anbietern anzufordern, um die Preise und die Leistungen vergleichen zu können. Nicht selten lassen sich durch einen Anbieterwechsel Kosten einsparen.

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