Heizspiegel: Bewertung von Heizkosten und Energieverbrauch
Heizspiegel bewerten die Heizkosten und den Heizenergieverbrauch von Wohngebäuden. Sie richten sich in erster Linie an Mieter, Hauseigentümer und Kommunen in Deutschland. Sie machen Gebäude mit hohem Energieverbrauch beim Heizen ausfindig, helfen beim Erkennen von Energiesparpotenzial und motivieren, CO2-Emissionen zu mindern.
Ähnlich wie der Mietspiegel bieten der Heizspiegel die Möglichkeit, die persönlichen Heizkosten und Energieverbräuche durch Vergleichswerte einzuordnen. Anhand von Verbrauchs- und Kostentabellen können Mieter und Hauseigentümer leicht herausfinden, ob sich ihr Haus im Vergleich mit ähnlichen Wohngebäuden als Energiesparer oder Energieverschwender entpuppt.
Unterteilt nach den Energieträgern Erdgas, Fernwärme und Heizöl erfahren die Bürger, in welche Kategorie ihre Heizkosten, ihr Energieverbrauch und die anfallenden CO2-Emissionen beim Heizen eingestuft werden: optimal, durchschnittlich, erhöht oder extrem hoch. Jeder Bürger kann zusätzlich ein Heizgutachten für Wohnung, Haus oder Gasetagenheizung anfordern, das die Heizkosten und Energieverbräuche noch detaillierter bewertet. Außerdem informiert der Heizspiegel über Ansprechpartner und Beratungsstellen aus der jeweiligen Region. Heizspiegel erscheinen als gedruckte Broschüre und können auch online abgerufen werden.
Heizgutachten: Verbraucht meine Heizung zu viel Energie?
Für die schriftliche Analyse der Heizkostenabrechnungen steht im Kampagnenzeitraum ein Kontingent von 40.000 Heizgutachten zur Verfügung. Heizgutachten richten sich an jene Privathaushalte, die detailliert Aufschluss über ihre Heizkosten und ihren Energieverbrauch beim Heizen erhalten möchten. Das Gutachten hilft bei der Interpretation der Heizdaten und erläutert mögliche Ursachen zu hoher Heizkosten.
Das 12- bis 16-seitige Gutachten besteht aus einer Analyse der Heizkosten und Energieverbräuche. Es vergleicht die einzelne Wohnung zum einen mit dem gesamten Gebäude, zum anderen mit ähnlichen Gebäuden der Region. Das Heizgutachten enthält ein Glossar der verwendeten Fachbegriffe.
Mieter bekommen eine "fachliche Stellungnahme" samt Begleitschreiben mitgeliefert. Damit können sie den Hauseigentümer oder die Hausverwaltung über das Ergebnis der Analyse informieren. Dies erleichtert einen neutralen Dialog zwischen den Mietparteien. Eigentümer erhalten ein Energieverbrauchszertifikat und gegebenenfalls unverbindliche Modernisierungsempfehlungen.
Außerdem enthält das Heizgutachten Empfehlungen für weitere Schritte und aktuelle Fördermöglichkeiten.











