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Die Heizkostenabrechung – verpasste Chance für den Klimaschutz

Bei jedem anders, kryptisch aufgebaut, ohne Zusatzinformationen – das ist die Heizkostenabrechnung in deutschen Haushalten. co2online fordert mehr Transparenz und bessere Vergleichbarkeit: für effizienteres Heizen und weniger CO2.

Heizkostenabrechnung mit Taschenrechner und Stift haltender Hand

16 Millionen deutsche Haushalte haben eines gemeinsam: Jeder von ihnen erhält einmal im Jahr eine Heizkostenabrechnung. Doch da ist bereits Schluss mit den Gemeinsamkeiten: Nicht nur die Höhe des Heizenergieverbrauchs und die daraus resultierenden Kosten unterscheiden sich, auch die Abrechnung selbst ist je nach Messdienstleister verschieden. Das macht es für den Verbraucher unnötig kompliziert. Hinzu kommt, dass oft wichtige Angaben für die Einordnung des eigenen Verbrauchs auf den Abrechnungen fehlen – denn ergänzende Informationen wie beispielsweise Durchschnittswerte oder der eigene Vorjahresverbrauch müssen von den Messdienstleistern nicht verbindlich angegeben werden.

„Für uns als Klimaschützer sind das 16 Millionen verpasste Chancen für mehr Klimaschutz“, sagt co2online Geschäftsführerin Tanja Loitz in Ihrem Kommentar beim Online-Magazin „Energiezukunft“ des Energieanbieters Naturstrom. „Eine verständliche Heizkostenabrechnung ist ein wichtiger Hebel, Bürger in ihren eigenen Klimaschutzbemühungen herauszufordern. Sie würde nicht nur wichtiges Feedback liefern, sondern auch zeigen, ob sich Maßnahmen positiv ausgewirkt haben.“

Mit dem Heizspiegel für Deutschland Heizkosten verstehen, vergleichen und sparen 

Um Mieter und Eigentümer beim Einordnen ihrer Heizkosten zu unterstützen, erstellt co2online in Kooperation mit dem Deutschen Mieterbund und mit Unterstützung der Kampagne „Mein Klimaschutz“ vom Bundesumweltministerium bereits seit 13 Jahren den Heizspiegel für Deutschland. Der Heizspiegel wertet die Gebäudedaten von Wohnhäusern aus ganz Deutschland aus und erstellt daraus Durchschnittswerte. Mieter und Eigentümer, deren Gebäude zentral mit Erdgas, Heizöl oder Fernwärme beheizt wird, können ihre Heizkosten dann mit den Durchschnittswerten ähnlicher Häuser vergleichen und daraus Rückschlüsse auf den energetischen Zustand ihres Gebäudes ziehen.

Auf www.heizspiegel.de finden Verbraucher außerdem Tipps zum Verstehen ihrer Heizkostenabrechnung und eine verständlich erklärte Musterabrechnung. Außerdem auf heizspiegel.de: viele Informationen zum effizienten Heizen, Artikel zu Vor- und Nachteilen sowie den Kosten unterschiedlicher Heizenergieträger und Informationen zu Heizungstausch- und Optimierung. Mit dem HeizCheck können Mieter, Vermieter und Hausbesitzer mit wenigen Klicks ihre Heizkosten prüfen und vergleichen, wie viel Wärme in einer Wohnung verbraucht wird.

Das Potenzial für den Klimaschutz? „Studien und Tests zeigen, dass durch eine transparentere Aufbereitung von Verbrauchsdaten und Feedback Energieeinsparungen von drei bis sieben Prozent erzielt werden können“, sagt Tanja Loitz gegenüber Energiezukunft. „Für unsere CO2-Bilanz bedeutet dies eine Minderungschance von jährlich 1,7 bis 3,3 Mio. Tonnen. So viel wie sämtliche Emissionen fürs Heizen von 380.000 bis 730.000 durchschnittlichen Haushalten.“

Den gesamten Kommentar von Tanja Loitz finden Sie in der Rubrik „Meinung der Woche“ beim Online-Magazin Energiezukunft.