Bei der Wohnungssuche auf Energiefresser achten

In vielen Städten und Ballungsgebieten ist die Wohnungsnot groß und es wird immer schwieriger, eine bezahlbare Bleibe zu finden. Natürlich ist die Freude groß, wenn endlich ein Termin für eine Wohnungsbesichtigung ansteht. Doch egal ob WG, Untermiete oder eigene Wohnung: Als künftiger Mieter sollte man auch die Nebenkosten im Auge behalten und bei der Besichtigung den energetischen Zustand der Wohnung und der Anlagen unter die Lupe nehmen. Andernfalls können sich die Nebenkosten schnell zur zweiten Miete entwickeln und den Geldbeutel mit hohen Nachzahlungen für Strom und Heizen belasten. 

Die von der Europäischen Kommission geförderte Kampagne SMERGY bietet auf www.be-smergy.de eine praktische Checkliste für die Wohnungsbesichtigung zum Herunterladen. Die Checkliste entlarvt erkennbare und versteckte Energiefresser und bewertet den energetischen Zustand der Wohnung mit einem einfachen Punktesystem. 

Darauf sollten Sie bei der Wohnungsbesichtigung achten:

1. Wohnungslage

Die Wohnung sollte an möglichst vielen Seiten von anderen Wohnungen umgeben sein und wenige Außenwände haben. Sie sollte im Idealfall auch nicht über dem Keller oder unter dem Dach liegen, wenn diese nicht gedämmt sind.

2. Fenster und Türen

Die Fenster sollten mindestens doppelt verglast sein. Die Dichtungen an Fenstern und Türen sollten gut schließen. Dies lässt sich einfach testen: Ein dünnes Blatt auf den unteren Bereich des Fensterrahmens legen, das Fenster schließen und das Blatt herauszuziehen. Sitzt es fest, ist das Fenster dicht. Lässt es sich leicht herausziehen, ist die Dichtung des Fensters durchlässig.

3. Energieausweis

Die Energieeffizienzklasse der Wohnung lässt sich auf dem Energieausweis ablesen, der entweder in der Wohnungsanzeige veröffentlicht oder bei der Besichtigung unaufgefordert vorgelegt werden muss. Er gibt erste Anhaltspunkte für die künftig anfallenden Energiekosten der Wohnung. Klasse A+ bis B: Gut, Klasse C bis E: Mittelfeld, Klasse F bis H: Schlecht. 

4. Heizung

Die Heizkörper sollten sich leicht aufdrehen lassen. Für die Wintermonate gilt: Der Heizkörper erwärmt sich schnell und macht keine Geräusche wie Blubbern oder Pfeifen. 

5. Wasser

Das warme Wasser sollte schnell aus der Leitung kommen. Falls nicht, sind wahrscheinlich die Rohre gar nicht oder schlecht isoliert und die Wärme geht auf dem Weg zum Wasserhahn verloren.