Ölheizung: Alles, was Sie zu Nutzung und Austausch wissen müssen

Ölheizungen gelten als Auslaufmodell. Vor allem bei Neubauten kommen sie immer seltener zum Einsatz. Auch sinkende Preise für Heizöl scheinen die Nachteile wie den großen Platzbedarf und die hohen CO2-Emissionen nicht auszugleichen. Erfahren Sie, was für einen Austausch spricht und wie sich die Emissionen und Kosten durch eine optimierte Nutzung senken lassen.

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Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • starker Rückgang bei Ölheizungen im Neubau
  • besonders viele Ölheizungen in Bayern und Baden-Württemberg
  • Heizöl auch mit Bioöl-Anteil erhältlich
  • Gasheizung beliebteste Alternative zur Ölheizung
  • 2,7 Mio. Heizungen leicht umrüstbar auf Erdgas oder Fernwärme
  • Förderung für Brennwerttechnik und Kombination mit Solarthermie

Was ist eine Ölheizung und wie funktioniert sie?

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Brennwerttechnik und Einstrangsystem effizienteste Form der Ölheizung
  • verschiedene Heizöl-Sorten erhältlich, auch mit Bioöl und „klimaneutral“
  • Anteil der Ölheizungen sinkt kontinuierlich

Was ist eine Ölheizung? Definition

Eine Ölheizung ist eine Heizanlage, die als Brennstoff Heizöl nutzt. Die bei der Verbrennung von Heizöl entstehende Wärme dient meist sowohl zur Raumheizung als auch zur Erzeugung von Warmwasser. Die Ölheizung ist in Deutschland die zweithäufigste Heizung.

Wie funktioniert eine Ölheizung? Aufbau und Funktionsweise

Der Aufbau einer Ölheizung ist vergleichsweise simpel. Das Heizöl wird vom Öltank zum Ölbrenner im Heizkessel gepumpt und dort vorgewärmt, denn Heizöl brennt erst bei 55 Grad Celsius. Eine Düse sprüht es in den Brennraum, wo es entzündet wird. Die entstehende Wärme erhitzt das Heizungswasser, das eine Umwälzpumpe in die Heizkörper des Hauses beziehungsweise in den Pufferspeicher pumpt. Bei älteren Ölheizkesseln – dem Standardkessel oder dem Niedertemperaturkessel – entweichen die Abgase ungenutzt durch den Schornstein. Moderne Ölthermen mit Brennwerttechnik indes arbeiten mit Abgaswärmetauschern. Sie kühlen die Abgase ab und wandeln die entstehende Kondensationswärme in Heizungswärme um. So nutzen diese Ölbrennwertheizungen den Brennstoff beinahe verlustfrei.

Bei Ölheizungen mit Einstrangsystemen verläuft zwischen Öltank und Ölbrenner nur ein Rohr. Es wird nur so viel Öl wie benötigt in den Brennraum gepumpt. Bei Zweistrangsystemen wird nicht benötigtes Öl über ein zweites Rohr wieder in den Öltank zurückgeführt. Diese ständige Umwälzung lässt das Heizöl schneller altern. Außerdem wird der Verschleiß des Filters der Ölheizung, durch den das Öl läuft, beschleunigt.

Ölzentralheizungen sind die heutzutage üblichste Form von Ölheizungen. Es gibt aber auch dezentrale Formen der Ölheizung, die allerdings immer seltener genutzt werden: Mit einem Ölofen werden meist einzelne Zimmer beheizt. Das Heizöl für Ölofen kommt meist aus einem integrierten Tank, der per Hand aufzufüllen ist – oder per Leitung aus einem zentralen Öltank. Bei Neubauten spielen Ölöfen im Gegensatz zu Ölzentralheizungen keine Rolle mehr. Meist sind sie nur noch in unsanierten Altbauten, Ferien- oder Gartenhäusern oder in vereinzelten Räumen wie Werkstätten zu finden.

Heizöltank: Arten, Wartung und Kosten

Es gibt drei Arten von Heizöltanks.

  1. Der standortgefertigte Tank wird direkt am Einbauort, also meist im Keller des Hauses, zusammengebaut.
  2. Batterietanks werden aus mehreren fertigen kleineren Heizöltanks zusammengesetzt und sind in der Größe variabel. Sie sind günstiger und mobiler als standortgefertigte Tanks.
  3. Am teuersten sind Erdtanks, die etwa im Garten vergraben werden. Sie benötigen weniger Platz als Heizöltanks im Keller, sind allerdings genehmigungspflichtig.

Alle Heizöltanks bestehen aus Kunststoff oder beschichtetem Edelstahl und sind entweder doppelwandig oder mit einem Auffangbecken kombiniert. Generell gilt: Je größer, desto teurer. Allerdings ermöglicht ein größerer Tank auch, bei niedrigen Preisen mehr Heizöl zu tanken.

Alle Tankanlagen müssen regelmäßig gewartet und gereinigt werden, da von Lecks eine große Gefahr für die Umwelt ausgeht. Mit der Zeit kann außerdem der Ölfilter durch Sedimente verstopfen, was zu einem Heizungsausfall führen kann. Größere Öltanks müssen regelmäßig durch Sachverständige kontrolliert werden. Diese Kontrollen regelt jedes Bundesland selbst.

Für ein Einfamilienhaus beträgt die übliche Tankgröße 3.000 Liter. Ein doppelwandiges Modell aus Kunststoff ist für etwa 2.000 Euro zu haben.

Geschichte und Zukunft der Ölheizung

Ölheizungen gibt es seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Mittlerweile sind sie nach Gasheizungen die in Deutschland am häufigsten verwendeten Heizungsanlagen. Zwischen fünf und sechs Millionen Stück sind momentan verbaut. Das heißt: Ein Viertel aller Heizanlagen sind Ölheizungen.

Verteilung der Heizsysteme bei Neubauten von Ein-/Zweifamilienhäusern und Mehrfamilienhäusern in Deutschland 2015

Aufgrund des knapper werdenden Erdöls und der vergleichsweise hohen CO2-Emissionen setzen immer mehr Hauseigentümer auf zusätzliche oder alternative Heizkonzepte wie Solarthermie oder Pelletheizungen. Diese lassen sich auch mit bereits vorhandenen Ölheizungen kombinieren. Viele Hauseigentümer wechseln jedoch den Energieträger, meist von Heizöl zu Erdgas.

Ein Blick in die jüngere Geschichte der Ölheizung zeigt, dass der Anteil der Ölheizungen sinkt. Im Bestand ist der Rückgang bereits beträchtlich: von rund 34 Prozent im Jahr 1996 auf etwa 26 Prozent im Jahr 2016. Regional gibt es große Unterschiede. Im Schnitt liegt die Ölheizung aktuell auf dem zweiten Rang der in Deutschland verwendeten Heizsysteme, hinter der Gasheizung. In Bayern und Baden-Württemberg gibt es jedoch deutlich mehr Ölheizungen als Gasheizungen. Noch deutlicher ist der Rückgang bei den Neubauten. Dort sank der Anteil von rund 17 Prozent (1996) auf etwa 0,6 Prozent (2015).

Der vergleichsweise niedrige Preis für Heizöl könnte jedoch dazu führen, dass die Zukunft der Ölheizung anders aussieht als lange Zeit angenommen. Denn durch die gesunkenen Kosten erscheint die Ölheizung vielen Eigentümern und Bauherren wieder attraktiver – und wird als echte Alternative zur Gasheizung wahrgenommen und beworben. Nicht zu vergessen sind jedoch Nachteile wie die höheren Emissionen und der durch die Öltanks wesentlich größere Platzbedarf. Wie die Zukunft der Ölheizung aussieht, dürfte vor allem von der Preisentwicklung und der Förderung für Ölheizungen abhängen.

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Nutzung der Ölheizung: Verbrauch, Einsparung, Kontrolle und Optimierung

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Verbrauch der Umwälzpumpe nicht unterschätzen – großes Sparpotenzial
  • Brennwerttechnik erfordert oft Schornsteinsanierung, rechnet sich aber dennoch oft
  • Heizöl-Verbrauch senken durch Kesseltausch und Heizungsoptimierung
  • Kontrolle des Heizölverbrauchs und von Sparmaßnahmen durch Monitoring

Nutzung und Einstellung der Ölheizung

Wenn es darum geht, die Ölheizung richtig einzustellen, sollten Sie einen Fachmann zu Rate ziehen. Denn die optimale Einstellung einer Ölheizung ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig, wie dem Wärmebedarf und der Art der Beheizung (zum Beispiel normale Heizkörper oder Fußbodenheizung). Durchschnittswerte sind dazu nicht geeignet. Am besten lassen sich die Werte für Ihre Ölheizung mit einem hydraulischen Abgleich bestimmen. Über die Regelung lässt sich die Ölheizung dann richtig einstellen: mit der passenden Vorlauftemperatur und einer angepassten Heizkurve. Ist die Ölheizungs-Regelung optimal eingestellt, steigt der Wohnkomfort und der Energieverbrauch sinkt. Übrigens: Ist bei der Ölheizung von Steuerung die Rede, ist eigentlich die Regelung gemeint.

Beim Ölheizungs-Verbrauch wird eines gern übersehen: der Stromverbrauch alter Umwälzpumpen. In einem durchschnittlichen Einfamilienhaus können unnötige Kosten von rund 100 Euro pro Jahr entstehen. Denn alte Umwälzpumpen verbrauchen deutlich mehr Strom als moderne Hocheffizienzpumpen. Der Austausch wird vom Staat mit 30 Prozent gefördert und rechnet sich meist innerhalb weniger Jahre. Noch größer ist das Sparpotenzial beim Verbrauch einer Ölheizung aber natürlich beim Brennstoff. Für alte Anlagen gilt eine Faustregel: Ist die Ölheizung bereits 15 Jahre oder älter, sollte ein Austausch geprüft werden – und womöglich auch der Wechsel des Energieträgers. Für neuere Anlagen empfiehlt sich neben dem Pumpentausch ein hydraulischer Abgleich für die optimale Nutzung.

Um die Abgaswerte der Ölheizung kümmert sich der Schornsteinfeger. Mit regelmäßigen Messungen stellt er sicher, dass die gesetzlichen Vorschriften für die Abgaswerte von Ölheizungen eingehalten werden. Auch hier gilt: Je moderner die Technik, desto besser. Allerdings lässt sich die Technik nicht einfach austauschen. Brennwerttechnik hat zwar bessere Abgaswerte, aber alte Abgasleitungen müssen dafür erneuert werden. Denn die Abgastemperatur einer Ölheizung mit Brennwert und auch die Abgasmenge sind geringer. Dadurch können alte Schornsteine feucht werden. Dafür sinkt mit Brennwerttechnik auch der Abgasverlust einer Ölheizung. Der Abgasverlust gibt an, wie viel Energie über das Abgas verloren geht.

Treten bei der Nutzung einer Ölheizung Probleme auf, kann das viele Ursachen haben. Wenn die Ölheizung nicht zündet, kann das zum Beispiel am Zündelement, an der Regelung oder am Temperaturfühler liegen. Falls Ihre Ölheizung nicht zündet, sollten Sie prüfen, ob noch Heizöl im Tank ist – und ansonsten einen Fachmann rufen.

Wie bei allen Anlagen, die mit Feuer arbeiten, besteht die Gefahr, dass bei einer Ölheizung Kohlenmonoxid austritt. Dieses geruchlose Gas kann bereits in geringen Konzentrationen zum Ersticken führen und sich durch Schwindel, Kopfschmerzen und Müdigkeit bemerkbar machen. Bei regelmäßiger Wartung der Ölheizung ist das Risiko eines Kohlenmonoxid-Austritts jedoch äußerst gering. Ein Kohlenmonoxid-Melder, der ähnlich wie ein Rauchmelder funktioniert, kann für zusätzliche Sicherheit sorgen – ebenso wie ein Feuerlöscher. Eine generelle Feuerlöscher-Pflicht für Ölheizungen gibt es jedoch nicht mehr.

Wirkungsgrad der Ölheizung: Definition

Der Wirkungsgrad einer Ölheizung drückt aus, welcher Anteil der eingesetzten Energie tatsächlich zu Heizzwecken genutzt wird. Je höher der Wirkungsgrad einer Ölheizung, umso effizienter arbeitet sie und desto weniger Heizöl wird verbraucht.

Alte Standardkessel, die in Neubauten gar nicht mehr eingebaut werden dürfen, nutzen bis zu 68 Prozent der Verbrennungswärme für Heizzwecke. Bei den neueren Niedertemperaturkesseln beträgt der Wirkungsgrad bis zu 87 Prozent. Die modernen Brennwertkessel hingegen erreichen bis zu 98 Prozent, da sie auch die Kondensationswärme des freiwerdenden Wasserdampfes zum Heizen nutzen.

Verbrauch bei der Ölheizung

Bei Brennwertkesseln wird für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit einem Ölverbrauch von 17 Litern pro Quadratmeter und Jahr für Heizung inklusive Warmwasser gerechnet. Der tatsächliche Verbrauch der Ölheizung hängt vor allem von der Größe des Hauses und der Anzahl der Bewohner ab, von der Gebäudehülle (Dämmung/Fenster) und vom Kesseltyp. Brennwertkessel verbrauchen deutlich weniger als Niedertemperaturkessel, wie zwei Beispiele für den Verbrauch einer Ölheizung zeigen:

Art des HausesEinfamilienhaus mit 110 m2 Einfamilienhaus mit 110 m2
Baujahr/saniert1968/19951968/1995/2015
Maßnahmen

Fenster erneuert

Dämmung oberste Geschossdecke

Heizung erneuert

Fenster erneuert

Dämmung oberste Geschossdecke

Heizung erneuert (1995/2015)

Heizkessel (Baujahr)Niedertemperaturkessel (1995)Brennwertkessel (2015)
Ölverbrauch pro Jahr1.900 Liter1.700 Liter
jährliche Heizöl-Kosten
(bei 60 Euro/100 Liter)
etwa 1.140 Euroetwa 1.020 Euro

Zum Ölverbrauch hinzu kommen Kosten für den Stromverbrauch von der Umwälzpumpe. Der wird häufig unterschätzt – und lässt sich bei älteren Pumpen leicht senken. Diese Heizungsoptimierung wird vom Staat mit 30 Prozent gefördert und umfasst neben den Pumpentausch auch den hydraulischen Abgleich.

Kontrollieren lässt sich der Verbrauch einer Ölheizung durch Monitoring. Das heißt: durch das Sammeln und Auswerten der Verbrauchsdaten. So lässt sich das Sparpotenzial besser abschätzen – und auch der Erfolg von Sparmaßnahmen wie der Modernisierung einer Ölheizung oder einer Heizungsoptimierung kontrollieren. Kostenlos ist das mit dem Energiesparkonto von co2online möglich. Mit der Klimabereinigung ist auch der Vergleich des Heizölverbrauchs in besonders kalten oder milden Wintern möglich. Allerdings ist das Sammeln von Daten zum Verbrauch bei Ölheizungen meist schwieriger als zum Beispiel bei Gasheizungen. Die gängigen Füllstandsanzeiger sind recht ungenau. Genauer ist das Abschätzen des Verbrauchs über die Brennerstunden, die bei manchen Ölheizungen angezeigt werden. Am exaktesten messen Ölzähler: auf 0,01 Liter genau.

Wartung und Reinigung der Ölheizung

Die Ölheizung sollte einmal jährlich vor Beginn der Heizperiode von einem Fachmann gewartet werden. Üblicherweise wird er bei der Wartung den Ölkessel reinigen, da sich hier durch die Verbrennung des Öls Ruß absetzt – das heißt: den Brenner reinigen, den Brennraum reinigen und auch die Düse reinigen oder die Düse wechseln.

Wichtig ist auch der richtige Wasserdruck. Der Wasserstand sollte deswegen regelmäßig kontrolliert werden. Im Zweifelsfall wird der Fachmann bei Ihrer Ölheizung Wasser nachfüllen. Warum Sie das nicht selbst machen können, zum Beispiel mit Leitungswasser? Weil es zu teuren Schäden führen könnte, zum Beispiel durch Korrosion. Da das Wasser nicht überwacht wird und mit verschiedenen Materialien in Berührung kommt, ist es entsprechend aufzubereiten und zu konditionieren. Selbst erledigen können Sie als Eigentümer dagegen das Entlüften der Ölheizung beziehungsweise der Heizkörper. Auch hier sollten Sie sich jedoch vorher Rat vom Fachmann holen und sich zeigen lassen, wie das Entlüften bei Ihrer Ölheizung funktioniert. Mieter sollten sich zum Entlüften an den Eigentümer oder die Hausverwaltung wenden.

Die Kosten für die jährliche Wartung einer Ölheizung belaufen sich auf etwa 150 bis 200 Euro. Für denselben Preis kann auch ein Wartungsvertrag abgeschlossen werden, der dann oft auch einen kostenlosen Notdienst enthält. Bei einem Wartungsauftrag oder einem langfristigen Wartungsvertrag sollten Sie darauf achten, dass er möglichst viele Leistungen zur Wartung und Reinigung der Ölheizung enthält.

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Vor- und Nachteile der Ölheizung, Alternativen und Kombinationsmöglichkeiten

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • wichtigste Nachteile: Vorfinanzierung Brennstoff, großer Platzbedarf und hohe CO2-Emissionen
  • viele Alternativen zur Ölheizung: von Erdgas bis Pellets, mit oder ohne Solarthermie
  • Möglichkeiten zum Optimieren einer Ölheizung von 300 bis 4.000 Euro

Welche Vor- und Nachteile haben Ölheizungen?

Zwar sind Ölheizungen der Status Quo in vielen Haushalten. Doch vieles spricht auch gegen sie. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über Vorteile und Nachteile:

VorteileNachteile
kein Anschluss an Gasnetz notwendigVorfinanzierung der Brennstoffkosten
Lieferanten für Brennstoff frei wählbar (im Gegensatz zu Fernwärme)stark schwankende Heizölkosten
Modernisierung mit Brennwert rechnet sichPlatzbedarf für die Anlage im Keller (vor allem für Heizöl-Tanks)
gut mit erneuerbaren Energien kombinierbarvergleichsweise hohe CO2-Emissionen und Feinstaub-Emissionen
umweltschädliche Folgen der Erdölförderung (unter anderem durch Fracking und Teersand)

Alternativen zur Ölheizung: Welche gibt es?

Für Häuslebauer stellte sich in der Vergangenheit meist nur eine Frage: Ölheizung oder Gasheizung? Heute ist die Palette an Alternativen zur Ölheizung viel breiter. Am gängigsten ist laut BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft das Umrüsten auf Erdgas. Erst mit großem Abstand folgen Fernwärme und Wärmepumpe. Möglich ist auch ein Umrüsten auf Pellets.

Ölheizung auf Gas umrüsten: Kosten und Vorteile

Wer seine Ölheizung umrüstet, wechselt meist zu Gas beziehungsweise Erdgas, seltener zu Flüssiggas. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus ist mit Kosten von mindestens 9.000 Euro für diese Umrüstung zu rechnen. Ein neuer Gasanschluss oder das Entsorgen des Öltanks kann die Kosten deutlich nach oben treiben. Dafür entfällt der Lagerplatz für das Heizöl und die CO2- sowie Feinstaub-Emissionen sind mit Gas niedriger als mit einer Ölheizung.

Nach Angaben des BDEW ist etwa die Hälfte aller Ölheizungen leicht auf Erdgas oder Fernwärme umrüstbar. Das Umrüsten auf Gas ginge bei fast 50 Prozent der Ein- und Zweifamilienhäuser und bei etwa 36 Prozent der Mehrfamilienhäuser. Das Umrüsten der Ölheizung auf Fernwärme ist vor allem bei Mehrfamilienhäusern leicht machbar (11 Prozent; nur 3 Prozent der Ein- und Zweifamilienhäuser).

Auch das Umrüsten einer Ölheizung auf eine Wärmepumpe und das Umrüsten einer Ölheizung auf Pellets hat einige Vorteile – aber ebenso Nachteile, wie die Tabelle zeigt:

HeizungsartFunktionsweiseVorteile zur ÖlheizungNachteile zur Ölheizung
GasheizungVerbrennung von
Erd- oder Flüssiggas

Umrüstung vergleichsweise günstig

etwas geringere CO2- und Feinstaub-Emissionen

kein Lagerplatz erforderlich (außer Flüssiggas)

Gasanschluss nötig (oder Tank für Flüssiggas)

weiter abhängig von fossilen Brennstoffen

Wärmepumpeüberträgt Erd-, Wasser-
oder Luftwärme
auf Heizkreislauf

vor allem Erdwärmepumpen sehr effizient

geringer Platzbedarf

kombinierbar mit Photovoltaik

nutzbar mit Ökostrom

geringere CO2- und Feinstaub-Emissionen

hohe Investitionskosten

abhängig von Stromversorgung

im Altbau wegen höherer Vorlauftemperaturen meist nicht sinnvoll

optimal nur mit Flächenheizkörpern wie Fußbodenheizung

FernwärmeKraftwerk versorgt
mehrere Haushalte;
Heißwasser oder Dampf
direkt angeliefert

nimmt besonders wenig Platz ein

keine Abgase/kein Schornstein nötig

geringere Wartungskosten

geringere CO2- und Feinstaub-Emissionen (je nach Brennstoff)

geringer Wirkungsgrad durch oft lange Transportwege

meist nur ein regionaler Anbieter

PelletheizungVerbrennung von Holz, meist zusammengepresster
Sägespäne (Abfallprodukt)

nachwachsender Rohstoff

Wirkungsgrad von über 90 Prozent

CO2-neutral

hohe Investitionskosten

Lagerung benötigt viel Platz

höhere Feinstaub-Emissionen

Solarthermiewandelt Sonnenwärme
in Heizwärme um

zukunftssicher, weil Sonnenenergie unbegrenzt verfügbar

lange Lebensdauer

CO2-neutral, keine Feinstaub-Emissionen

nur in Kombination mit anderen Systemen einsetzbar

zusätzliche Investition, oft lange Amortisation

Kombinationsmöglichkeiten von Ölheizungen: Welche kommen infrage?

Am sinnvollsten und gängigsten ist die Kombination einer Ölheizung mit einem Warmwasserspeicher. Denn die Ölheizung kann auch zur zentralen Warmwasserbereitung genutzt werden. Das ist in der Regel günstiger als eine dezentrale Warmwasserbereitung mit Durchlauferhitzern oder Boilern. Der Warmwasserspeicher sollte pro Person zwischen 30 und 50 Liter Speichervolumen haben. Reine Warmwasserspeicher sind allerdings eher selten. Üblicherweise wird ein Pufferspeicher verwendet, bei Warmwasserbereitung ein Kombispeicher.

Ölheizung mit Solar? Oder Holz und Ölheizung kombinieren? Ölheizungen lassen sich bestens mit erneuerbaren Energieträgern wie Holzscheiten oder mit Solarthermie kombinieren. Das gilt jedoch auch für andere Zentralheizungen. Eine sogenannte Hybrid-Heizung, also die Erweiterung einer bestehenden Öl-Brennwertheizung um einen Holzofen oder eine Solarthermieanlage, lohnt sich langfristig meist nicht nur finanziell, sondern schont auf jeden Fall auch das Klima. Möglich wäre auch eine Kombination aus Ölheizung mit Solar und Holz – recht gängig ist letzteres zum Beispiel in Form eines zusätzlichen Kaminofens im Wohnzimmer. Die Arbeitsteilung mit Sonnenenergie und Holz kann die Lebensdauer der Heizung verlängern und verringert den Heizölverbrauch.

Wie kann ich meine Ölheizung austauschen?

Wer seine Ölheizung austauschen will oder muss, kann sich online einen ersten Überblick verschaffen – mit kostenlosen Ratgebern wie dem ModernisierungsCheck von co2online. Sobald es konkreter wird, sollte ein Energieberater zum Einsatz kommen. Der kann herstellerunabhängig beraten und auch die Umsetzung der Maßnahme durch einen Handwerker kontrollieren.

Ein Posten beim Austausch, der besonders teuer sein kann, ist das Entsorgen der alten Ölheizung, vor allem der Öltanks. Das erledigen Spezialfirmen. Die Kosten für die Entsorgung liegen je nach Größe und Tankart zwischen etwa 400 und 2.000 Euro.

Wer die Lebensdauer seiner Ölheizung lediglich verlängern oder die Ölheizung modernisieren will, hat verschiedene Möglichkeiten – entsprechend unterschiedlich sind die Kosten, die für dieses Erneuern der Ölheizung entstehen:

  • vom Austausch der Umwälzpumpe (ab 300 Euro)
  • über den hydraulischen Abgleich der Ölheizung (ab etwa 500 Euro)
  • bis zum Tausch des Kessels (zum Beispiel Niedertemperatur zu Brennwert; ab cira 4.000 Euro).

Je älter die Ölheizung ist und je mehr investiert werden kann, desto eher sollte darüber nachgedacht werden, die Ölheizung nicht nur zu modernisieren, sondern sie auszutauschen. Denn nur so lassen sich unter anderem die CO2- und Feinstaub-Emissionen deutlich senken und es kann viel Platz im Heizungskeller frei werden. Außerdem läuft eine neue Heizanlage meist rund zwanzig Jahre und ist wesentlich wartungsärmer. Zudem muss nicht wie bei alten Ölheizungen in jeder Heizperiode mit einem Ausfall gerechnet werden – der dann womöglich zu einer teuren Reparatur oder einem unnötig teuren Austausch führt.

So tauschen Sie Ihre Ölheizung gegen eine effizientere Technologie – Schritt für Schritt

  1. Richtig informieren: im Internet, beim Energieberater, Handwerker oder bei Bekannten, die einen Austausch bereits hinter sich haben. Hilfreich zum Start: der ModernisierungsCheck.
  2. Heiztechnik wählen: Gas, Wärmepumpe oder Pellets, mit Solarthermie oder ohne – nicht jede Technik ist für jedes Haus geeignet. Hier hilft ein Energieberater weiter.
  3. Finanzierung planen: mehrere Angebote einholen, Fördermittel ausfindig machen. Viele Kesselhersteller bieten auch Rabattaktionen an.
  4. Heizkessel tauschen: Gut vorbereiten und genügend Zeit einplanen, hydraulischen Abgleich nicht vergessen.
  5. Erfolg kontrollieren: Energiesparkonto nutzen und mit dem Handwerker gleich Termine fürs Optimieren und Warten vereinbaren.

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Kosten & Preise von Ölheizungen

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Mindestkosten von 6.000 bis 9.000 Euro für eine neue Ölheizung
  • Brennwertkessel in der Anschaffung teurer, aber weniger laufende Kosten
  • genauer Preis abhängig von Technik, Schornstein, Öltank und Montage-Aufwand

Was kostet eine neue Ölheizung?

Für das Komplettpaket ist bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit mindestens 6.000 bis 9.000 Euro zu rechnen – inklusive neuem Öltank. Ölheizungen mit Brennwertkessel kosten mehr als Niedertemperaturkessel, machen sich aber durch den geringeren Verbrauch in der Regel schnell bezahlt – und sorgen für weniger CO2-Emissionen. Nicht ungewöhnlich sind jedoch auch Kosten für eine Ölheizung von etwa 13.000 bis 18.000 Euro.

Preise und Kosten aufgeschlüsselt

Die genauen Preise und Kosten für eine Ölheizung hängen von vielen Faktoren ab: Welche Technik wird gewählt? Muss ein Öltank installiert oder erneuert werden? Ist der Schornstein zu sanieren? So sehen durchschnittliche Preise und Kosten aus:

Niedertemperatur-ÖlheizungBrennwert-Ölheizung
Heizkessel (17 kW Heizlast)
inkl. Lieferung und Inbetriebnahme
2.500 bis 3.500 Euro4.000 bis 6.000 Euro
Wasserspeicher 500 bis 1.600 Euro500 bis 1.600 Euro
Öltank (3.000 Liter)
inkl. Austausch und Installation
2.000 bis 4.000 Euro 2.000 bis 4.000 Euro
Schornsteinsanierung1.000 bis 1.500 Euro
Montage und Material 700 bis 3.200 Euro700 bis 3.200 Euro
hydraulischer Abgleich500 bis 900 Euro500 bis 900 Euro
Gesamtkosten6.200 bis 13.200 Euro8.700 bis 17.200 Euro

Preise für Ölheizungen: Wieso unterscheiden sie sich so stark?

Für den Preis einer Ölheizung ist vor allem die gewählte Technik entscheidend. Brennwert kostet zwar bei der Anschaffung mehr, sorgt aber für geringere laufende Kosten. Zusätzliche Kosten entstehen durch Brennwert beim Heizkessel und oft ist dafür auch eine Schornsteinsanierung nötig. Der zweite Posten, der für unterschiedliche Preise bei Ölheizungen sorgt, ist der Öltank. Hier kommt es auf Größe und Art des Tanks an. Außerdem kann die Montage für deutliche Mehrkosten sorgen, zum Beispiel wenn der Heizungskeller für die Ölheizung umgebaut oder eine alte Heizung demontiert und entsorgt werden muss.

Kosten für Ein- und Zweifamilienhaus

Was eine neue Ölheizung für ein Einfamilienhaus in etwa kostet, ist oben zu sehen. Aber was kostet eine Ölheizung für ein Zweifamilienhaus? Das hängt vor allem vom Zustand der Gebäudehülle (Dämmung/Fenster) und der Anzahl der Bewohner sowie deren Bedarf an Warmwasser ab. Der Heizkessel müsste für eine höhere Anzahl an Bewohnern und deren Mehrbedarf etwas mehr Leistung bringen. Außerdem wären ein größerer Öltank und Warmwasserspeicher nötig. Da der Schornstein länger sein dürfte, ist auch bei dessen Sanierung mit etwas höheren Kosten zu rechnen; ebenso beim hydraulischen Abgleich, wenn in mehr Räumen Berechnungen nötig und Heizkörperventile optimal einzustellen sind.

So könnten die zusätzlichen Kosten für die Ölheizung eines Zweifamilienhauses im Schnitt aussehen:

  • Heizkessel: 1.000 Euro
  • Wasserspeicher: 1.000 Euro
  • Öltank: 1.000 Euro
  • Schornsteinsanierung: 500 Euo
  • hydraulischer Abgleich: 400 Euro
  • Summe: 3.900 Euro

Somit würden mindestens Kosten für eine Ölheizung im Zweifamilienhaus von etwa 10.000 bis 13.000 Euro zusammen kommen.

Heizkosten bei der Ölheizung und Betriebskosten

Die laufenden Kosten einer Ölheizung hängen ebenfalls von einigen Faktoren ab: Baujahr, Größe und Zustand der Gebäudehülle (Dämmung/Fenster) sowie Anzahl der Bewohner und deren Nutzungsverhalten. Zu den Heizkosten einer Ölheizung zählen alle Kosten, die in einem Jahr anfallen. Zu den Betriebskosten zählen alle Kosten außer den Kosten für den Brennstoff, also hier für das Heizöl.

Der größte Posten bei den Heizkosten einer Ölheizung sind die Kosten für das Heizöl. Darauf folgen die Kosten für den Betriebsstrom, vor allem für die Umwälzpumpe. Bei veralteten Pumpen besteht ein besonders großes Sparpotenzial. Denn sie sind oft mit geringem Aufwand durch Hocheffizienzpumpen zu ersetzen. Weniger Spielraum gibt es meist bei den Kosten für die Wartung und den Schornsteinfeger, wie die Beispiele zeigen:

HausEinfamilienhaus, 110 m2, Baujahr 1968
Sanierungsmaßnahmen 1995
  • Fenster erneuert
  • Dämmung oberste Geschossdecke
  • Heizung erneuert: Niedertemperaturkessel 
  • Fenster erneuert
  • Dämmung oberste Geschossdecke
  • Heizung erneuert: Niedertemperaturkessel 
Sanierungsmaßnahmen 2015
  • Heizung erneuert: Brennwertkessel
Heizöletwa 1.140 Euroetwa 1.020 Euro
Betriebsstrom55 bis 270 Euro55 Euro
Wartung150 bis 250 Euro150 bis 250 Euro
Schornsteinfeger40 bis 80 Euro40 bis 80 Euro
Summe1.385 bis 1.740 Euro1.265 bis 1.405 Euro

Die laufenden Kosten für eine Ölheizung pro Jahr liegen also bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus zwischen 1.265 und 1.740 Euro. Die laufenden Kosten für eine Ölheizung pro Monat liegen dementsprechend zwischen 105 und 145 Euro.

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Entwicklung des Verbraucherpreises für leichtes Heizöl in Deutschland in Cent pro Liter für die Jahre 1960 bis 2017

Förderung für die Ölheizung 2017

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • Förderungen vor allem für Umstieg auf Brennwerttechnik und Kombination mit Solarthermie
  • Energieberater einbinden, um Kombinationen von Maßnahmen und Fördermitteln zu ermitteln
  • unbedingt vor Beginn der Arbeiten über Förderbedingungen informieren
  • FördermittelCheck für ersten Überblick über Förderung nutzen

Übersicht: Förderung für neue Ölheizungen

Die Möglichkeiten für die Förderung neuer Ölheizungen sind sehr vielfältig. Vor allem der Umstieg auf Brennwerttechnik und die Kombination einer Ölheizung mit erneuerbaren Energien wird gefördert. Zu unterscheiden ist bei der Förderung neuer Ölheizungen zwischen Zuschüssen und Krediten. Zuschüsse sind im Gegensatz zu Krediten nicht zurückzuzahlen.

Was wird gefördert?

Die bundeseigene Förderbank KfW fördert den Umstieg auf moderne Brennwerttechnik bei der Ölheizung. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellt Fördermittel für die die Kombination einer Ölheizung mit Solarthermie zur Verfügung. Das BAFA fördert auch die Heizungsoptimierung (wie den Pumpentausch und den hydraulischen Abgleich) sowie eine Vor-Ort-Beratung durch einen Energieberater. Weitere Förderprogramme mit unterschiedlichen Schwerpunkten gibt es in einigen Bundesländern und Städten.

Wie hoch ist die Förderung für Ölheizungen?

Die KfW vergibt für Ölheizungen mit Brennwert einen Zuschuss von 15 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 7.500 Euro je Wohneinheit (KfW-Investitionszuschuss 430). Bei Einzelmaßnahmen ist ein Zuschuss von 10 Prozent möglich, maximal 5.000 Euro je Wohneinheit. Über den KfW-Kredit 152 können zinsgünstige Darlehen über bis zu 75.000 Euro beantragt werden.

Das BAFA fördert die Kombination von Ölheizung und Solarthermie mit einem Zuschuss von 500 bis 5.600 Euro. Wer gleichzeitig auf Brennwert umsteigt, bekommt 500 Euro Kesseltauschbonus (Anreizprogramm Energieeffizienz, kurz APEE). Der BAFA-Zuschuss zur Heizungsoptimierung beträgt 30 Prozent (der Nettokosten).

Wie hoch die sonstige Förderung für Ölheizungen ist, können Sie den Beschreibungen der einzelnen Förderprogramme für Ihr Bundesland und Ihre Kommune entnehmen:

Wer zahlt die Fördermittel aus?

Beim Zuschuss zahlt die KfW die Mittel direkt aus, während das Kreditprogramm über die jeweilige Hausbank des Bauherren läuft. Das BAFA zahlt die Fördermittel für Ölheizungen direkt aus. Bei Ländern und Städten ist die Auszahlung unterschiedlich geregelt. Außerdem bieten einzelne Hersteller zeitweise Rabatte an, die ebenfalls berücksichtigt werden sollten.

Wer kann einen Antrag auf Förderung für Ölheizungen stellen?

Der KfW-Kredit ist für alle erhältlich, die energetisch sanieren oder energetisch sanierten Wohnraum kaufen. Den KfW-Zuschuss hingegen bekommen nur Privateigentümer. Bei der BAFA kann fast jeder einen Antrag auf Förderung stellen – außer Bund, Bundesländer und deren Einrichtungen. Bei den sonstigen Fördergebern gibt es keine einheitliche Antragstellung.

Welche Bedingungen gibt es?

Für die Förderung der KfW (Zuschuss und Kredit) ist ein „Experte für Energieeffizenz“, ein besonders qualifizierter Energieberater, einzubinden. Der kümmert sich sowohl um ein Sanierungskonzept als auch um die Baubegleitung. Außerdem ist ein hydraulischer Abgleich vorgeschrieben. Besonders wichtig: Der Antrag muss vor dem Umbau gestellt werden. Der BAFA-Zuschuss (APEE) wird dagegen erst nach dem Umbau beantragt. Es gelten aber auch dafür einige Bedingungen, die schon vor dem Start des Umbaus zu bedenken sind. Der BAFA-Zuschuss zur Heizungsoptimierung muss wiederum vor der Umsetzung der Maßnahme beantragt werden.

Es ist also generell wichtig, die genauen Bedingungen vor dem Beginn der Maßnahme zu prüfen.

Welche Kombinationsmöglichkeiten sind bei der Förderung von Ölheizungen sinnvoll?

In der Regel lassen sich die Förderungen von KfW und BAFA nicht kombinieren. Zusätzliche Fördergelder von Bundesländern oder Kommunen sind aber durchaus möglich. Einen Überblick bieten der FördermittelCheck und die Fördergeldbroschüre.

Kombiniert werden sollten jedoch nicht nur Förderungen, sondern auch Maßnahmen. So lassen sich die Kosten für die Modernisierung minimieren und das volle Sparpotenzial erschließen. Ein Energieberater sollte deswegen auch weitere Maßnahmen prüfen, zum Beispiel eine Dämmung der Kellerdecke oder die Integration von Solarthermie.

Beispiel für die Kombination von Förderungen und Maßnahmen:

neue Brennwert-Ölheizung9.000 Euro
neue Solarthermie-Anlage5.000 Euro
Gesamtkosten neue Heizung14.000 Euro
BAFA-Zuschuss für den neuen Solarkollektor- 2.000 Euro
BAFA-Kesseltauschbonus- 500 Euro
Gesamtkosten Brennwert+Solar11.500 Euro

Förderung bzw. Zuschuss für eine Ölheizung beantragen – Schritt für Schritt

  1. Überblick verschaffen: Mit Online-Ratgebern wie dem FördermittelCheck finden Sie heraus, welche Förderung für Ihre neue Ölheizung überhaupt in Frage kommt.
  2. Energieberater einbinden: Ein unabhängiger Berater hilft Ihnen dabei, die passenden Fördermittel zu kombinieren. Für manche Förderungen ist ein Energieberater zwingend vorgeschrieben.
  3. Förderbedingungen genau prüfen: Für einen günstigen Kredit oder Zuschuss für die neue Ölheizung sind die genauen Bedingungen zu beachten. Manche Förderung ist vor Beginn der Maßnahme zu beantragen.
  4. Förderung auszahlen lassen: Nach Abschluss der Maßnahme sind in der Regel noch bestimmte Unterlagen einzureichen. Zuschüsse werden meist erst danach ausgezahlt.

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  • FördermittelCheck

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