Heizgutachten wirken nachweislich

Das Heizgutachten ist ein hocheffizientes Klimaschutzinstrument. Das belegt eine Evaluation des unabhängigen Instituts für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW). Im Jahr 2011 wurden dazu 2.106 Heizgutachten-Besteller befragt.

Die fünf wichtigsten Ergebnisse:

  • Jedes Heizgutachten stößt – hochgerechnet auf zwanzig Jahre – im Schnitt eine Vermeidung von 51,6 Tonnen CO2 an. Von 2009 bis 2010 haben 40.000 Mieter und Eigentümer ein Heizgutachten bestellt und durch die anschließenden Sanierungen am Gebäude rund zwei Millionen Tonnen CO2 vermieden. Das entspricht etwa den jährlichen Emissionen einer Stadt wie Münster.
  • Jedes Gutachten ist ein Konjunkturpaket für Handwerk und Industrie. Dort sorgt es im Schnitt für zusätzlichen Umsatz von rund 28.000 Euro und 0,35 Personenjahre Beschäftigung. Insgesamt konnte durch die 40.000 Heizgutachten ein zusätzlicher Umsatz von 1,12 Milliarden Euro für Handwerk und Industrie erzielt werden.
  • Die Impulskosten pro vermiedene Tonne CO2 betragen 1,65 Euro. Das heißt: Um die Vermeidung von einer Tonne CO2 anzustoßen, wurden 1,65 Euro ausgegeben. Zum Vergleich: An der Leipziger Energiebörse EEX wurde die Tonne CO2 im April 2011 mit rund 16 Euro gehandelt.
  • Die meisten Modernisierungen werden bereits ein bis zwei Jahre nach dem Erhalt des Gutachtens vorgenommen. Am häufigsten wird gedämmt (31 Prozent), die Heizung erneuert (25 Prozent) oder die Fenster (19 Prozent) ausgetauscht. Jeder fünfte Eigentümer nahm zudem als Reaktion auf das Heizgutachten eine ausführliche Energieberatung in Anspruch.
  • Heizgutachten ermöglichen einen neutralen Dialog zwischen Mietern und Vermietern. 65 Prozent der Mieter informieren ihren Vermieter über die Ergebnisse des Gutachtens. Jeder vierte Vermieter reagiert daraufhin mit mindestens einer wärmetechnischen Modernisierung am Gebäude.

Details finden Sie in der vollständigen  Evaluation der Heizgutachten (PDF, 589 kB). Bitte beachten Sie: Das Heizgutachten wird wegen nicht mehr verfügbarer Fördermittel nicht weiter angeboten. Nutzen Sie stattdessen den Heizspiegel und den HeizCheck.