Die Klimabilanz der Energieträger

Die Heizung ist ein CO2-Schwergewicht: Etwa 80 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Privathaushalten verschlingen Heizung und Warmwasser. Das muss nicht sein: Mit heutiger Technik könnte rund die Hälfte des CO2-Ausstoßes beim Heizen ohne Mehrkosten vermieden werden – wenn Sie auf klimafreundliche Energieträger achten.

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Kohlekraftwerke

Richtig heizen lohnt sich – nicht zuletzt für die Umwelt. Das leuchtet schnell ein, wenn man sich Folgendes vor Augen führt: Rund 840 Millionen Tonnen Kohlendioxid werden in Deutschland jährlich ausgestoßen. Private Haushalte sind für jede siebte Tonne davon verantwortlich. Über zwei Drittel Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Privathaushalten verschlingen die Heizung und das warme Wasser für Dusche und Co. Berücksichtigen Sie die Klimabilanz der einzelnen Energieträger, liegt hier also ein enormes Einsparpotenzial – sowohl bei den Kosten als auch bei den CO2-Emissionen.

Welcher Energieträger hat die beste Klimabilanz?

Was sorgt bei Ihnen für ein warmes Zuhause – Gas, Öl, Fernwärme, Holz, Erdwärme, Kohle oder Strom? Das ist keine unwichtige Frage. Denn die Energieträger unterscheiden sich beträchtlich in ihrer CO2-Bilanz. Holzpelletheizungen beispielsweise schneiden in der Klimabilanz sehr gut ab und werden staatlich gefördert. Sie sind weitestgehend klimaneutral, weil die Menge an CO2, die bei der Verbrennung freigesetzt wird, zuvor beim Wachstum des Holzes aufgenommen wurde. Bei der Stiftung Warentest können Sie sich über Holzpellets und Holzpelletkessel informieren. Seit 2009 regelt die Energieeinsparverordnung (EnEV), dass in Neubauten ein Teil des Wärmebedarfs über erneuerbare Energien abgedeckt werden muss.

Emissionswerte der Heizenergieträger

Zur größeren Ansicht

Nur noch wenige deutsche Privathaushalte nutzen den klimaschädlichen Energieträger Kohle, um zu heizen. Ebenfalls klimaunverträglich, weil sehr energieaufwendig, ist das Heizen mit Strom, etwa durch Nachtstromspeicherheizungen. Im Vergleich zu allen anderen Heizungsformen ist die Umwandlung von Strom in Heizwärme am ineffizientesten – denn bei der Stromproduktion wird nur ein geringer Wirkungsgrad erreicht und entsprechend viel CO2 fällt an. Bei modernen Brennwertthermen auf Gas- oder Ölbasis entsteht wesentlich weniger klimaschädliches CO2.

Wenn Sie mit Heizöl, Gas oder Fernwärme heizen, können Sie mithilfe des Heizspiegels einschätzen, wie Ihr Gebäude im Vergleich zu anderen abschneidet und ob Handlungsbedarf besteht. Die aktuelle Ausgabe des Heizspiegels für Deutschland können Sie als PDF herunterladen.