Heizöl, Erdgas und Fernwärme: Mieter zahlen 120 Euro zu viel

Heizkosten sparen durch günstigen Einkauf von Heizöl, Fernwärme und Gas

Um die Wärme zu erzeugen, die unsere Wohnzimmer im Winter auf behagliche Temperaturen bringt, wird Brennstoff benötigt. Im Schnitt sind die Ausgaben für den Einkauf von Fernwärme, Gas und Heizöl für etwa 80 Prozent der Heizkosten verantwortlich. Meist ist der Vermieter für die Bereitstellung des Brennstoffs zuständig. Er wählt den Anbieter oder den Tarif aus. Die Rechnung zahlen allerdings allein die Mieter. Die Folge: Rund 120 Euro pro Jahr zahlen deutsche Mieter zu viel für den Brennstoffeinkauf, weil Vermieter und Hausverwaltungen nicht den günstigsten Anbieter oder Tarif wählen. Deutschlandweit werden auf diese Weise 1,8 Milliarden Euro unnötig zu viel ausgegeben.


Dabei sind Vermieter nach dem Wirtschaftlichkeitsgebot verpflichtet, keine überhöhten Kosten an die Mieter weiterzugeben. Für die verschiedenen Energieträger gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, Überzahlungen zu vermeiden. In unseren 1 x 1-Texten zu Heizöl, Gas und Fernwärme erfahren Sie, wie Sie im Detail vorgehen sollten.

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Erdgas – Liberalisierung bringt neue Spar-Möglichkeiten

48 Prozent der deutschen Haushalte, ob mit einer Etagenheizung oder einer Heizanlage im Keller, benutzen Erdgas zum Heizen. Bis vor kurzem war das Einsparpotenzial noch relativ gering, weil es kaum Wettbewerb gab. In den vergangenen Jahren ist der Erdgasmarkt allerdings in Bewegung geraten – mit relativ leicht zu erschließenden Sparmöglichkeiten. 200 bis 300 Euro pro Haushalt sind möglich, so Dagmar Ginzel, Energieexpertin des Preisvergleichsportals Verivox. Wie Sie gegen Überzahlungen vorgehen, erfahren Sie im 1x1 zum Thema Erdgas.

Fernwärme – Anschlussleistung oft zu hoch

Rund 13 Prozent der Deutschen nutzen Fernwärme, um ihre Wohnung oder ihr Haus zu heizen. Und viele davon zahlen zuviel. Meist gibt es nur einen Anbieter pro Region oder Stadt, so dass ein Preisvergleich nicht möglich ist. Häufigster Grund für unnötig hohe Kosten: die Anschlussleistung wird vom Versorger zu hoch veranschlagt. Die Zeche dafür zahlen die Mieter. Erste Hilfe bringt ein Heizgutachten. Es zeigt, ob der Anschlusspreis bei Ihnen auch überdimensioniert ist. Wie Sie genau vorgehen sollten, erfahren Sie im 1x1 zum Thema Fernwärme.

Öl – Vergleichen Sie einfach selbst und überzeugen Sie Ihren Vermieter

30 Prozent der Deutschen heizen mit Öl. Der Einkauf von Heizöl ist etwas leichter zu überschauen als der von Gas oder Fernwärme. Den Heizölpreis können Mieter im Internet verfolgen und so prüfen, ob der Vermieter eventuell bei einem überteuerten Anbieter kauft. Weitere Fehler, die beim Heizölkauf passieren und folglich vermieden werden können, finden Sie im 1x1 zum Thema Heizöl.

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Für umweltbewusste Verbraucher wichtig: Die verschiedenen Brennstoffe unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern wirken auch unterschiedlich auf das Klima: Die fossilen Energieträger Heizöl und Erdgas verursachen Emissionen von 302 beziehungsweise 244 Gramm CO2 pro erzeugter Kilowattstunde Wärme. Das Heizen mit Fernwärme verursacht im Schnitt hingegen nur 219 Gramm CO2. Wenn bei der Wärmeerzeugung auch Strom produziert wird, können diese sogar bei 70 Gramm pro Kilowattstunde liegen.
Übrigens: Bei einigen Versorgern können sich Gaskunden vollständig oder teilweise mit klimafreundlichem Biogas beliefern lassen.

Weitere Artikel zum Thema Brennstoffkosten:

Interview: „200 bis 300 Euro lassen sich sparen" Dagmar Ginzel vom Verbraucherportal Verivox

Heizöl: Das 1x1 Heizen mit Öl

Erdgas: Das 1x1 Heizen mit Erdgas

Fernwärme: Das 1x1 Heizen mit Fernwärme

 

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