Baden-Württemberg setzt auf Öko-Heizung
Als erstes Bundesland macht Baden-Württemberg die Öko-Heizung zur Pflicht. Beim Austausch der Heizungsanlage müssen seit 1. Januar dieses Jahres zehn Prozent des Wärmebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden.
Bislang galt die Pflicht zur Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien wie Sonnenkraft, Erdwärme oder Biomasse nur für Heizungen in Neubauten.
Heizung als C02-Schwergewicht
Rund 840 Millionen Tonnen Kohlendioxid werden in Deutschland jährlich ausgestoßen. Private Haushalte sind für jede siebte Tonne davon verantwortlich. Knapp 80 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Privathaushalten verschlingen die Heizung und das warme Wasser für Dusche und Co. Damit ist die Heizung ein CO2-Schwergewicht. Das muss nicht sein: Mit moderner Technik ließe sich rund die Hälfte des beim Heizen erzeugten CO2-Ausstoßes ohne Mehrkosten vermeiden.
50 Prozent Energieeinsparung sind möglich
"Mit den Neuregelungen wird der Klimaschutz im Land vorangebracht und ein wichtiger Impuls für die energetische Modernisierung von Wohngebäuden gesetzt", so Umweltministerin Tanja Gönner (CDU). Zudem würden durch die Nutzung von Ökoenergien oder eine verbesserte Wärmedämmung die laufenden Energiekosten sinken. Vor allem bei den etwa 70 Prozent älteren Wohngebäuden in Baden-Württemberg könnten durch eine energetische Modernisierung bis zu 50 Prozent Energie eingespart werden.
Jährlich werden in Baden-Württemberg rund 50.000 Heizungsanlagen erneuert - viel zu selten werde dabei aber an die Nutzung von Öko-Energie gedacht. Umgangen werden kann die Zehn-Prozent-Pflicht für Altbauten nur durch verbesserte Wärmedämmung an Fassade oder Dach, teilte das Umweltministerium in Stuttgart mit.
Umweltfreundliche Kommunen sind wichtige Akteure für den Klimaschutz. Die Heizspiegelkampagne unterstützt Städte und Landkreise dabei, ihre CO2-Emissionen zu mindern. Ob Ihre Kommune mitmacht, sehen Sie hier.









