Kommunale Heizspiegel

Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern können sich für einen von 45 Kommunalen Heizspiegeln bewerben, die bis Ende 2010 vom Bundesumweltministerium gefördert werden.

Die Daten im Heizspiegel beziehen sich auf das vorhergehende Abrechnungsjahr: Ein im vierten Quartal 2009 veröffentlichter Heizspiegel liefert beispielsweise Vergleichswerte für das Abrechnungsjahr 2008.

Der Kommunale Heizspiegel ist ein Instrument zur Bürgerberatung. Er bietet ähnlich dem Mietspiegel eine Orientierungshilfe zu Heizkosten, Energieverbrauch beim Heizen und CO2-Emissionen. Die Werte beruhen auf regional erhobenen Daten zentral beheizter Wohngebäude. Mieter und Eigentümer können die Zahlen ihrer aktuellen Heizkostenabrechnung mit den Daten des Heizspiegels vergleichen und so die Werte ihres Gebäudes einer der vier Kategorien zuordnen: optimal, durchschnittlich, erhöht, extrem hoch.

Nutzen

1. Heizspiegel stoßen Modernisierungspotenziale an und verbessern die kommunale Energiebilanz.

2. Dadurch erzeugt die Heizspiegelkampagne zusätzlichen Umsatz und zusätzliche Beschäftigung für das regionale Handwerk.

3. Pro Heizgutachten erzielt das Bau- und Ausbaugewerbe einen zusätzlichen Umsatz von 21.500 Euro und 0,3 Personenjahre Beschäftigung.

4. Heizspiegel stärken den kontinuierlichen Dialog zwischen Kommune und Bürgern.

Kommunale Heizspiegel werden in Zusammenarbeit mit Städten, Landkreisen und Partnern herausgegeben. Das Layout wird an das Design der jeweiligen Partner angepasst. Am Ende der Projektlaufzeit werden die Ergebnisse bilanziert und dem Partner zur Verfügung gestellt.

Leistungen

1. Erstellung der Heizspiegel-Faltblätter mit regionalen Daten.

2. Druck und Lieferung von 10.000 Heizspiegel-Broschüren.

3. Nutzung von derzeit 14 Energiespar-Ratgebern, die auf der kommunalen Website genutzt werden können.

4. Erstellung von kostenlosen Heizgutachten. 

Kosten

90 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von 16.000 Euro werden gefördert. Der Eigenanteil, der von der Kommune oder durch Kooperationspartner getragen werden muss, beträgt zehn Prozent und liegt bei 1.600 Euro brutto. Heizspiegel können nicht nur von Kommunen initiiert werden. Auch Projektpartner und Sponsoren haben die Möglichkeit, einen Kommunalen Heizspiegel zu veranlassen.

Städte der Heizspiegelkampagne

Für die Städte, die sich an der Heizspiegelkampagne beteiligen, stehen Informationen zur Verfügung. Klicken Sie in diesem Fall auf den Städtenamen, um zum Heizspiegel Ihres Wohnortes zu gelangen:

Baden-Württemberg

Heidelberg und KLIBA (2010); Heilbronn (2009); Karlsruhe (2009); Rems-Murr (2010); Stuttgart (2009), (2005); Tübingen (2009)

Bayern

Augsburg (2005); Ingolstadt (2010), (2005); München (2010), (2007), (2004)

Brandenburg

Cottbus (2009); Landkreis Dahme-Spreewald (2010)

Bremen

Bremen (2010); Bremerhaven (2010)

Hamburg

Hamburg (2009), (2004)

Hessen

Darmstadt (2009); (2005); Frankfurt am Main (2010), (2007), (2004); Hanau (2005), Wiesbaden (2009)

Mecklenburg-Vorpommern

Greifswald (2009); Neubrandenburg (2010)

Niedersachsen

Emden (2006), (2005); Goslar (2005); Hameln (2009); Hannover (2005); Landkreis Friesland (2010); Osnabrück (2009); Landkreis Osterode am Harz (2010)

Nordrhein-Westfalen

Aachen (2004); Arnsberg (2009); Bielefeld (2009), (2005); Bochum (2005); Bonn (2009), (2008), (2006), (2005); Dortmund (2009), (2004); Duisburg (2004); Düsseldorf (2009), (2007), (2004); Essen (2008), (2005); Gelsenkirchen (2009), (2004); Gütersloh (2009); Kreis Steinfurt (2005); Kreis Wesel (2009); Lünen (2009); Münster (2005); Neuss (2009); Remscheid (2010), (2009), (2005); Rhein-Sieg-Kreis (2010), (2009), (2007), (2005); Siegen (2009), (2005)

Rheinland-Pfalz

Kaiserslautern (2010); Koblenz (2005); Mainz (2004); Worms (2009)

Saarland

Saarbrücken (2005)

Sachsen

Dresden (2009), (2004)

Sachsen-Anhalt

Burgenlandkreis (2009); Halle (2005)

Schleswig-Holstein

Cuxhaven (2010); Kiel (2010), (2008), (2004); Kreis Nordfriesland (2010)Lübeck (2009), (2007), (2005), 

Thüringen

Erfurt (2005); Ilmkreis (2006)