Welche Kommunen nutzen ihre Handlungsmöglichkeiten?
Von den 20 ausgewerteten Kommunen belegen Augsburg, Münster und München die vordersten Plätze.
Augsburg
Die bayrische Stadt Augsburg setzt umfangreiche Maßnahmen um. Sie engagiert sich als „Vorbild und Verbraucher“ im Energiebereich durch ein kommunales Energiemanagement, den Einsatz erneuerbarer Energien und Selbstverpflichtungen zu energetischen Mindeststandards in öffentlichen Gebäuden. Im Verkehrsbereich werden Fuhrparkumstellungen auf Erdgasfahrzeuge und Verkehrsverhaltensschulungen in der Verwaltung durchgeführt. Im Bereich Stadtplanung bestehen energetische Vorgaben beim Neubau kommunaler Gebäude. Als „Planer und Regulierer“ sind die Maßnahmen Verkehrsvermeidung, -beruhigung und Parkraumbewirtschaftung sowie ökologische Kriterien in Bauleitplänen ausschlaggebend für das gute Abschneiden Augsburgs. Als „Anbieter und Versorger“ trägt die bayrische Stadt beispielsweise zum Ausbau rationeller Energieträger, Kraft-Wärme-Kopplung und erneuerbarer Energieträger bei. Zusätzlich engagieren sich die Stadtwerke Augsburg mit einer eigenen Klimaschutzstrategie. Als „Berater und Promoter“ ist die Stadt in allen Handlungsfeldern sehr aktiv. So werden beispielsweise städtische Förderprogramme zur Außenwanddämmung oder Qualifizierungsprogramme zum ökologischen Bauen aufgelegt sowie Spritsparkurse angeboten.
Münster
Die Westfalenmetropole Münster tut sich besonders im Energiebereich hervor. Als „Vorbild und Verbraucher“ erstellen die Mitarbeiter der Verwaltung Wärmepässe für städtische Gebäude, als „Planer und Regulierer“ legen sie den Heizenergiebedarf von Neubauten in Kaufverträgen städtischer Grundstücke fest. In ihrer Rolle als „Berater und Promoter“ setzt die westfälische Stadt ein Förderprogramm zur Altbausanierung und die flächendeckende Einführung des Niedrigenergiehausstandards bei Neubauten um.
München
Die bayrische Landeshauptstadt München hebt sich positiv von anderen Kommunen ab - vor allem durch den in der Rolle als „Vorbild und Verbraucher“ eingeführten „Münchener Sanierungsstandard“ und sein Programm „1.000 öffentliche Gebäude“, für das Sanierungsmittel von 2,7 Millionen Euro zur Verfügung standen.. Ebenfalls erwähnenswert sind Selbstverpflichtungen städtischer Wohnungsunternehmen zur Objektversorgung und zu Wärmeschutz- und Sanierungsstandards in der Rolle als „Anbieter und Versorger“.
co2online mit seiner Heizspiegelkampagne ist ein starker Partner für Kommunen, die sich im Klimaschutz engagieren wollen. Mit dem von co2online in Kooperation mit den Kommunen erstellten Heizspiegel können die Bürger feststellen, wo sich in ihrem Haushalt Einsparpotenziale befinden. Durch bauliche Veränderungen wird nicht nur Energie gespart, sondern gleichzeitig das lokale Bauhandwerk unterstützt. Der Kommunale Heizspiegel kann mit geringem personellen und finanziellen Aufwand realisiert werden. Kontakt unter: kontakt(at)heizspiegel.de











